Ein glänzender Auftritt für Neil Diamond und das PM5D


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Nach mehr als 30 Jahren Tour-Erfahrung mit Neil Diamond steuert Toningenieur Stanley Miller ein lange anvisiertes Ziel an: "Möglichst viel Signal digital zu übertragen, ist für Livesound einer der besten Wege, die Signal-Integrität zu bewahren. Abgesehen davon kennt die Digital-Domain kein Brummen und kein Summen." Dies sagte er einst in den 90er-Jahren, als er mit mehreren Yamaha ProMix01s und 02Rs für den FOH-Mix experimentierte. Seitdem hat er sich weiterentwickelt und das Leben wurde in vielerlei Hinsicht einfacher für ihn.

"Für den Mix der Show dieser jüngsten Tour verwendeten wir zwei PM5Ds, eines für FOH und eines für den Monitor-Mix", so Miller. "Die Recall-Fähigkeiten der Konsole, sind, wie ich schon seit langem predige, fantastisch."
Miller benutzte für die vorangegangene Tour das größere PM1D, seine Erfahrung mit dieser Funktion ist groß, aber es gibt spezielle Eigenschaften des neueren PM5Ds, die er besonders attraktiv findet. "Der EQ macht genau das, was er soll", so Miller. "Die Sends, das Muting, Effekte ein- und ausschalten, all das ist programmierbar. Ich kann mich also vollständig auf die Show und den Mix konzentrieren."

Miller hat mit einer großen Band zu kämpfen, zwei Gitarren, Bass, ein vollständiges Schlagzeug, ein Perkussionist, vier Bläser und drei Background-Sänger. "Trotzdem haben wir es geschafft, die Inputs auf 48 herunterzuschrauben, damit das Pult ausreicht." Miller verwendet außerdem einen Satz DME64, Yamahas digitale Mixing Engine, um alle Inputs bei ihm selbst und Bernie Becker am Monitor-Mix auflaufen zu lassen. "Es gibt fünf DMEs auf der Bühne, eine am FOH-Platz und zwei bei den PA-Amps. Tatsächlich haben wir für unsere Zwecke eine große Patchbay, eine Matrix und einen Router. Die analogen Signale der Mics laufen direkt in achtkanalige AD8HR-Einheiten. Diese erlauben zwei Dinge: Zum einen den digitalen Split des Signals zu den Monitor- und FOH-Konsolen, zum anderen einen absolut überlegenen Sound der Mikrofon-Vorverstärker im Vergleich zu Preamps in Standart-Pulten. Mit diesem Signalpfad-System sind wir nicht auf die RH-Variante des Pultes angewiesen, und wir splitten komplett digital. Abgesehen also von den Mikrofonen sind alle Signale digital und werden solange nicht in analoge Signale zurückkonvertiert, bis es vom Verstärker aus auf dem Wege zum Lautsprecher vonnöten ist."

Es gibt natürlich auch andere Pulte, "und ja, ich habe sie ausprobiert", so Miller. "Aber Yamaha hat sich in diesem Umfeld behauptet. Ich benutze diese Produktlinie seit dem alten PM1000 – 'Zuverlässigkeit' ist der Knackpunkt. Ich wusste, mit Yamaha klappt es immer."

Miller stattet seine PA mit MSI Inc. aus, benutzt einen JBL Vertech Line-Array und einen Lake Mesa EQ. Die Amps sind von Crown Itech, was dazu führt, dass die digitale Ansteuerung einen noch höheren Level an Raffinesse erreicht. "Besser geht es derzeit nicht", sagt Miller abschließend, obwohl man den Eindruck bekommt, er warte nur noch auf digitale Mics – was ja gar nicht so abwegig ist – und digitale Lautsprecher. "Doch das dauert wohl noch eine Weile."