Die Point Arena in Dublin wurde kürzlich zum Schauplatz für ein Konzert der 70er-Jahre-Rocker Thin Lizzy. Der Gig mit dem Titel "The Boy is back in Town" fand zu Ehren des 1986 verstorbenen Bandleaders Phil Lynott an seinem Geburtstag, dem 20. August, statt, und huldigte zugleich die Enthüllung einer Lynott-Statue in der Grafton Street.
Auf der Bühne waren mit Gary Moore, Scott Gorham, Brian Robertson und Eric Bell einige der bedeutendsten Gitarristen von Thin Lizzy versammelt. Gemeinsam mit Brian Downey an den Drums gaben sie zahlreiche der unvergesslichen Thin-Lizzy-Hits zum Besten, darunter "Jailbreak", "Don’t Believe a Word", "The Boys Are Back In Town" und natürlich "Whiskey in The Jar".
Am FOH-Platz, der von John Henry Enterprises aus London zur Verfügung gestellt wurde, saß der freiberufliche Toningenieur Andy May. Er verwendete für seinen Mix zwei PM5D RH Digitalmischpulte von Yamaha, wie auch Rory Madden von der Firma True Diversity, der beim Monitor-Mix ebenfalls auf zwei PM5D mit RH-Ausstattung setzte. Dabei wurden je ein FOH- und ein Monitor-Pult ausschließlich für Thin Lizzy benutzt, während die zweiten Konsolen für die Support-Bands am Anfang und am Ende des Gigs zuständig waren.
May, der hauptsächlich mit Status Quo arbeitet, aber nebenbei noch Zeit findet, für Stars wie Lionel Richie, The Pretenders und Jeff Beck zu mischen, war mit den Yamaha Pulten mehr als zufrieden. "Im Grunde genommen funktionierten sie einfach perfekt und völlig undramatisch, wie man es von ihnen gewohnt ist", so sein Fazit. Auf Outboard-Dynamics und –Effekte konnte verzichtet werden, mit Ausnahme eines Eventide H3000, das für die Nachbildung des "Sirenen"-Sounds im Song "Jailbreak" verwendet wurde. "Erstaunlicherweise hat das Yamaha-Pult keine eingebaute Sirene!" scherzt May.
May hat schon über 100 Status-Quo-Konzerte mit dem PM5D RH gemischt. "Das Ding kann alles, was ich brauche – tatsächlich kann es sogar viel mehr, als ich jemals benötigen werde", erklärt er. "Vor zwei Jahren war ich noch überzeugt davon, nie auf digitales Equipment umzusteigen; ich wollte mich mit Händen und Füßen dagegen wehren und an mein PM4000 und eine Hand voll Racks klammern. Inzwischen hätte ich Probleme damit, der Digitaltechnik wieder den Rücken zuzukehren. Der Komfort, die Verlässlichkeit und der brillante Klang haben mich überzeugt."
Unterm Strich darf man annehmen, dass Yamaha-Pulte auch in Zukunft den Ton angeben werden.