Der Toningenieur von Status Quo sattelt um: auf Digitaltechnik von Yamaha


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Wenn selbst ein vollkommen überzeugter Fan von Analogtechnik wie Andy May, Toningenieur von Status Quo, offenbart, dass er auf Digitalpulte umgestiegen ist, genauer gesagt auf Geräte von Yamaha, dann scheinen die Tage des analogen Mischens gezählt.

"Meine erste Berührung mit einem PM1D hatte ich im Rahmen einiger Lionel-Ritchie-Shows", so May. "Man ließ mir keine andere Wahl – entweder du verwendest das PM1D oder wir suchen uns einen anderen Tonmann. Bei so einer Alternative gab ich natürlich klein bei, machte meine Hausaufgaben, lernte das Ding kennen und bekam es erstaunlich schnell in den Griff. Nach Stunden schon fiel der Groschen - und ehe ich mich versah, war ich zum ‚Digitalüberläufer’ geworden. Das Gerät ist einfach fantastisch!"

May, ein erfahrener und ebenso renommierter Tonmann ("Ich mixe seit meiner Kindheit"), setzte anschließend auf die kleinere Yamaha-DM2000-Konsole, die er für Status Quos Europa-Tournee im Frühjahr 2004 verwendete. "Spencer Brooks von Marquee Audio empfahl mir das Pult für die Tour", erklärt May.

Da May noch nicht vollkommen von den Fähigkeiten des Pultes überzeugt war, lieh er zunächst ein DM2000 aus, nahm es übers Wochenende mit nach Hause und probierte die Konsole aus. Doch die zwei Tage reichten, um May davon zu überzeugen, dass das Pult jede ihm gestellte Aufgabe bewältigen würde. Er entschloss sich also, das DM2000 für die Tour zu benutzen. "Ich habe sogar noch ein Analog-Gerät 'für alle Fälle' mitgenommen, aber ich nahm es während der gesamten Tour nicht einmal vom LKW. Das DM2000 funktionierte einfach zu perfekt."

Später, im August 2004, brachte Yamaha das gewaltige PM5D RH auf den Markt, welches sich schon im ersten Produktionsjahr über 1000 Mal verkaufte. Und May war fast ganz vorn dabei, um eines zu ergattern: "Ich glaube, Snake Newton hat das erste bekommen – und ich das zweite", witzelt May.

May verwendete das PM5D auch für Status Quos letzte Europa-Tournee "Status Quo – 40 Years: The Party Ain't Over Yet", auf der das Pult fehlerfrei arbeitete. "Da wusste ich bereits, dass ich kein analoges Pult mehr in der Hinterhand brauchen würde", so May, der überzeugt ist, dass sich das PM5D RH besonders für den Livemix von Rock- und Popmusik eignet. "Ich arbeite mit allen Onboard-Kompressoren, -Gates und –Effekten, und offen gestanden macht mir genau das besonders Spaß", schließt May ab.

Wie Fans sicherlich wissen, musste die Tour leider wegen Rick Parfitts Halsproblemen abgebrochen werden. Die gute Nachricht aber ist, dass sich Rick inzwischen auf dem Weg der vollständigen Genesung befindet, und dass die "Götter des Rocks" bald wieder um die Welt touren werden.

Capital Sound aus London, einer der führenden Audiohändler, lieferte die Lautsprecher, die Monitore und die Drive Racks für die Status-Quo-Tour.

Womit einmal mehr bewiesen wäre, dass alte Rocker niemals sterben - sie satteln allenfalls mal um – und zwar auf Digitaltechnik!