Im Zuge seiner immer besser verlaufenden Solokarriere verbrachte Morrissey fast das gesamte Jahr 2006 auf Tour, um sein Chartbreaker-Album 'Ringleader Of The Tormentors' ('Rädelsführer der Peiniger') zu promoten. Der ehemalige Sänger der Band The Smiths spielte zwei große Konzert-Reihen in Großbritannien und trat auf zahlreichen großen Open-Air-Festivals in ganz Europa auf.
Seine Welttournee führte den Musiker aus der englischen Metropole Manchester auch in Länder, die für Tourneen eher untypisch sind, etwa Mexiko, Island oder die Türkei. Die hierbei beteiligte Digitalkonsole hatte daher zwei Kriterien erfüllen: Zum einen musste ein guter Support in jedem der besuchten Länder gewährleistet sein. Und zum anderen war es wichtig, dass sich das Pult auf unkompliziertem Wege in jedes beliebige Festival-System integrieren ließ. Kein Wunder also, dass sich FOH-Toningenieur David ‘Milky’ Millward für ein Yamaha PM5D entschied.
Die erste Digitalkonsole, die David zuvor benutzt hatte, war ein PM1D. „Ich verwendete das PM1D vor ein paar Jahren auf einer kurzen Tour. Es war eine gute Wahl, denn die Größen der Veranstaltungsorte variierten stark - vom Theater bis hin zur kleinen Stadthalle. Ich war mir bewusst über das hiermit verbundene FOH-Platzproblem und die hohe Anzahl der Kanäle“, erklärt uns David. „Außerdem hatte ich zuvor noch nie eine Digitalkonsole verwendet, und war der Meinung, dass ich diesen Sprung endlich wagen musste.“
Nach seinen positiven Erfahrungen mit dem PM1D bekam es David 2005 in einem Bluenote-Club im japanischen Osaka erstmals mit einem PM5D zu tun. „Ich wusste bis zu meiner Ankunft nicht, welches Pult auf mich wartete“, erzählt David. „Aber mit ein bisschen Hilfe eines Technikers im Club war ich innerhalb von Minuten in der Lage, es zu starten und zu bedienen. Ich war sehr beeindruckt, wie leicht das ging.“
Von diesem Tag an war das PM5D die Konsole seiner Wahl. Mit seiner fantastischen Klangqualität, seiner hohen Flexibilität und dem weltweit durchorganisierten Support empfahl es sich als ideale Konsole für die Morrissey-Touren. Regelmäßig nutzte er bislang sowohl die Version PM5D als auch die Version PM5D-RH. Letztere zog er bei den meisten Terminen in 2006 vor.
“Als die Tour im März startete, hatten wir noch eine Menge externe Effekte, die wir aber schnell auf ein Minimum reduzierten“, so David. „Abgesehen von Focusrites 'Producer Pack', einem Avalon-Preamp auf Morrisseys Stimme und einem Drawmer-Gate auf den Toms haben wir lediglich die internen Effekte und Gates des Pultes benutzt, die allesamt großartig sind. Es ist das kompakteste FOH-Setup, das ich jemals hatte, und extrem schnell auf- und wieder abzubauen.“
Ein weiterer Vorteil des PM5Ds sei, dass es überall auf der Welt gleich aussehe, fährt David fort. „Anders als bei anderen Digitalkonsolen muss man hier bei der Zusammenstellung der Racks nicht so ins Detail gehen. Alles ist sehr einfach: Man kommt in ein Land, holt ein in der Gegend gemietetes PM5D ab, steckt seine PCMCIA-Karte hinein und legt los."
Die Setlisten der Morrissey-Tour änderten sich regelmäßig, weshalb auch das leichte Wiederaufrufen von Mischszenen sehr vorteilhaft für David war.
„Ich habe für jeden Song eine Mischszene eingerichtet, und zwar sowohl offline als auch am Pult“, sagt er. „Ich mag auch die Automation. Sie ist sehr unkompliziert und tut genau das, was ich will. Und auf Tour ist es toll, dass das PM5D beim Einschalten genau in dem Zustand ist, den es beim Ausschalten hatte.“
Vor allem bei Festivals ist die Flexibilität des PM5Ds unerlässlich - so zum Beispiel im September, als Morrissey Headliner bei den renommierten V-Festivals in den britischen Grafschaften Staffordshire und Essex war. Obgleich sich David normalerweise gern dem 'Geist des Festivals' hingibt und jedes bereitgestellte Pult akzeptiert, wollte er bei diesen wichtigen Terminen auf Nummer Sicher gehen.
„Da wir Headliner der V-Festivals waren, fanden wir es klug, unser eigenes Pult zu haben“, erklärt David lächelnd. „SSE Hire war bei den UK-Terminen unser Technik-Ausstatter. Da die Firma auch für die PA der V-Festivals zuständig war, stellte sie uns ein PM5D, das genau so eingerichtet war, wie wir es beim Staffordshire-Festival brauchten. Nach dem Gig transportierten wir die Konsole zum Essex-Festival, machten auch dort unseren Auftritt und ließen das Pult danach für SSE zurück.“
Davids Fazit: „Es war fantastisch. Festivals können sehr harte Arbeit bedeuten, aber mit dem PM5D waren wir für die Shows in null Komma nix startklar. Keine Sorge bei EQ-Einstellungen und dem ganzen Rest - einfach Karte rein, einschalten und los!“