Die Britpop-Stars von Razorlight scheinen unglaublich harte Arbeit zu mögen. Die Band tourt seit Juli vergangenen Jahres quasi ununterbrochen durch Europa, Japan, die Vereinigten Staaten und Kanada. Sie ist inzwischen so beliebt, dass zwei Arena-Touren auf den britischen Inseln in nur fünf Monaten keineswegs zu viel waren!
Gerade ist die zweite Arena-Runde abgeschlossen, da zieht es die Band für ausladende Tourneen auch schon wieder nach Deutschland und Frankreich, ohne aber gleichzeitig auf eine Reihe von Open-Air-Festivals im Sommer verzichten zu wollen. So spielt sie zum Beispiel Anfang Juni bei der süddeutschen Mega-Veranstaltung "Rock am Ring/Rock im Park".
Während die Band diesseits des Atlantiks auf den ganz großen Veranstaltungen spielt, muss in Nordamerika noch einiges geschehen, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Noch sind die Hallen eher klein.
Open-Air-Festivals, Stadien, Arenen, Theater und Clubs - diese Vielzahl unterschiedlichster Veranstaltungsorte können einem Monitor-Mann wie Phil McDaniel die Arbeit durchaus zur Hölle machen. Doch zum Glück hat der Sound Engineer von der Firma ESS aus Mansfield mit dem Yamaha M7CL-Digitalmixer eine Geheimwaffe, die sein eigenes Leben und das der Musiker erheblich erleichtert.
"Die Band ist vor kurzem auf In-Ear-Monitoring (IEMs) umgestiegen. Wichtig ist also, dass die Monitor-Mixe der Jungs immer konstant gleich klingen", so Phil. "Um diese Gleichmäßigkeit zu erzielen, nehmen wir unsere eigenen Mikrofone mit auf Tour - und verwenden bei jedem Gig die selbe Konsole."
"In den vergangenen zwei Jahren haben wir verschiedene Konsolen ausprobiert", fährt Phil fort. "Aber bei den ganzen völlig verschiedenen Hallen, in denen wir spielen, ist das Yamaha M7CL die beste Wahl. Es nimmt wenig Platz weg und eignet sich daher auch für kleine Veranstaltungsorte - für die zum Beispiel ein PM5D zu groß wäre."
Weil das M7CL über eine hohe Leistung verfügt, fühlt es sich in fast jeder Live-Umgebung zu Hause - also im kleinen Club ebenso wie im Stadion - für eine Band wie Razorlight genau richtig.
"Einige Leute waren recht überrascht, weil wir auf der UK-Arena-Tour das M7CL verwendet haben. Sie hatten ein PM5D oder einen Mitbewerber in der höheren Preisklasse erwartet", so Phil. "Aber die Band will sich über das Monitoring gar keine Gedanken machen, wenn sie auf der Bühne steht. Jeder Gig soll so natürlich wie möglich rüberkommen. Indem wir bei allen Auftritten die gleiche Konsole und insbesondere auch IEMs verwenden, erreichen wir diese Natürlichkeit."
In einigen kleineren US-Clubs ist der Platz so begrenzt, dass die Monitor-Konsole direkt neben der FOH-Konsole platziert werden muss, die selbst in einem Bereich steht, der alles andere als ideal ist. So bemerkt auch Phil ironisch: "Bei solchen Gigs haben wir keinen sehr guten Stand."
Dennoch ist der Platz, so sonderbar das klingen mag, auch bei einigen viel größeren Veranstaltungsorten, an denen Razorlight spielen, Mangelware.

“Wenn wir zum Beispiel bei einer Stadiontour als Supportband spielen, ist der für uns reservierte Bereich winzig klein” erklärt Phil. “Also ist ein Pult wichtig, bei dem alle Effekte und Dynamikprozessoren mit an Bord sind, und keine externen Geräte benötigt werden."
Aber die Band und die Crew denken hierbei nicht nur an sich. Wenn Razorlight Headliner sind, ergeben sich durch das M7CL auch Vorteile für die Supportband.
"Der Vorteil auf Headliner-Touren mit begrenztem Raum für die Monitor-Konsole ist, dass wir alles schön passend machen und dann der Supportband erlauben können, denselben Platz zu benutzen. So kann diese den bestmöglichen Gig spielen. Würden wir den Leuten diesbezüglich nicht entgegenkommen, müssten sie irgendwo jenseits der Bühne hinter den Kulissen und dem ganzen Equipment bleiben. Der Monitor-Engineer wäre nicht in der Lage, seine Band zu sehen - für alle Beteiligten ein Albtraum."
Aber neben seiner Größe hat das M7CL noch viele andere Vorzüge - so zum Beispiel den benutzerfreundlichen Zugang zu allen digitalen Leistungsreserven, die auch Phil entdecken durfte:
"Alle internen Dynamik-Prozessoren sind sehr naturgetreu nachempfunden. Für mich ist es wichtig, dass, wenn ich ein PlugIn einfüge, dieses wie selbstverständlich geschieht und mein Workflow nicht unterbrochen wird." Insbesondere bei den Kompressoren sei das der Fall.
"Auch ist der Aufbau des M7CLs ausgesprochen nützlich. Ich kann alle Kanäle auf einmal überblicken. Um verschiedene Inputs anzuschauen, muss ich niemals die Ansicht wechseln. Außerdem macht der "Sends On Fader"-Bereich auf dem Display absolut Sinn. Und der berührungsempfindliche Bildschirm ist ein echter Knaller. Die Navigation quer durch alle Pultfunktionen ist wirklich gelungen; das Benutzerinterface absolut intuitiv. Das M7CL ist schlichtweg sehr einfach zu bedienen."
Phil hat auch für sich entdeckt, dass das Benutzerinterface bemerkenswert vielseitig ist, sodass sowohl er als auch der Monitor-Mann der Supportband keine Probleme haben, das M7CL gemeinsam zu bedienen.
"Verschiedene Techniker können unterschiedliche Wege gehen, um zum selben Ergebnis zu gelangen. Man kann ein und dieselbe Funktion über verschiedene Bereiche des Pultes erreichen - z.B. über den Touchscreen, über einen Tastendruck oder über das Menü-System, was auch immer für Vorlieben man hat. Ich habe meinen eigenen Weg gefunden, aber andere Monitor-Leute für Supportbands verwenden ganz andere Methoden. Das ist ein großer Vorteil."
Insgesamt sei Phil ausgesprochen zufrieden mit dem M7CL und LMC Audio, dem zuliefernden Equipment-Ausrüster. Und zu guter letzt vertrage sich die Konsole dank eines fairen Preises sehr gut mit dem Budget für die Tour.
"Dies ist ein fantastisches Pult, weil man sehr viel für sein Geld bekommt". so Phil. Auch wenn Razorlight einen hohen Bekanntheitsgrad hätten, seien die Budgets für Touren doch immer sehr knapp. "Ich hatte nur einen begrenzten Etat für das Monitor-System. Aber dieses Pult hat im Rahmen des Budgets alles geboten, was ich benötigt habe."
"Ich bin sehr erfreut über das Pult - und das wird wohl auch lange so bleiben!"