Der Himmel beim diesjährigen Glastonbury Festival war bedeckt - aber der Sound dank Yamaha kristallklar.


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Yamahas große Konsolen gehören beim weltberühmten Glastonbury Festival im Südwesten Englands seit vielen Jahren zur Familie. Und auch 2007 wurde diese schöne Tradition unter anderem dank mehrerer PM5Ds an den Bühnen "Pyramid" und "John Peel" sowie zahlreicher kleinerer Yamaha-Pulte bei anderen Bühnen fortgesetzt.

Besonders geprägt wurde Glastonbury 2007 vom Auftritt zweier neuer Pulte Yamahas: Die kleineren Modelle M7CL und LS9 wurden an verschiedenen Bühnen zum ersten Mal verwendet. Zudem feierten die neuen Leistungsverstärker der Yamaha-Tn-Serie ihr Debüt bei dieser hochkarätigen, weltweit anerkannten Großveranstaltung.

Die South West Group (SWG) ist die verantwortliche Audiofirma für die John-Peel-Bühne und einer Nachwuchs-Bühne die von der BBC unterstützt wurde. Auf letzterer hinterließen die Tn-Endstufen und ein M7CL ihre Handschrift.

"Die ganze Diskussion über die Nutzung von Digitalpulten hat uns schon vor einer Weile erreicht, also vor Glastonbury, und ich muss sagen, dass wir wie wahrscheinlich die meisten Audiofirmen ein wenig gezögert haben, den digitalen Weg einzuschlagen", so Mark Bott, der Koordinations-Leiter der Firma.

"Es gab die üblichen Argumente: So konnten nicht alle unsere Tonleute mit ihnen umgehen, und wir bekamen nach wie vor Rider, in denen explizit um Analogpulte gebeten wurde. Die Vorurteile gegen den Digitalsound waren immer noch verbreitet."

"Wir wollten diesen Bedenken mit einem Sprung ins kalte Wasser begegnen, und die Digitalpulte bei einer großen Veranstaltung testen. Als Festival-Gründer Michael Eavis uns dann fragte, ob wir die gesamte Technik im neuen Parkbereich vom Glastonbury machen könnten, entschieden wir uns, die Gelegenheit zu nutzen und die Pulte bei der John-Peel-Bühne und bei der BBC-Bühne zu platzieren."

Mark besprach die Sachlage mit Yamaha und befand, dass sich für die John-Peel-Bühne ein Yamaha PM5D perfekt eignen würde. Die BBC-Bühne hingegen wäre wie geschaffen, um ein M7CL und Tn-Endstufen in die Pflicht zu nehmen.

"Erstens waren hier alle Bands neu und ohne Vertrag. Wir wussten also, dass es keine Probleme mit Gast-Tonleuten hätte geben können. An den Pulten standen dann auch wirklich zu 100% unsere Leute", so Mark. "Zweitens hatten wir hier satte 24 Bands in drei Tagen - das war also ein Test auf Herz und Nieren! Und drittens gab es nicht viel Platz hinter den Kulissen. Es war also von großem Vorteil, dass das Pult sehr klein ist, und wir nicht unzählige externe Geräte-Racks gebraucht haben. So hatten wir auf der Monitor-Position optimale Verhältnisse."

"Das gleiche galt für den FOH-Platz. Ein georderter Turm war einfach nicht gekommen. Also wurde ein kleiner Behelfs-Unterstand gebaut, was bedeutet, dass die bei Analogpulten üblichen Berge aus externen Geräten ganz erhebliche Schmerzen verursacht hätten!"

Die Pulte wurden mit einer von SWGs PAs, einer EAW KF853, verwendet. Diese wird normalerweise mit Crest-Verstärkern betrieben, aber als Teil des Tests lieferte Yamaha neue Tn-Endstufen, die extra für das System vorkonfiguriert wurden.

"All unsere Tonleute lieben die 853er Boxen, hier war es also schwierig, auch etwas zu verändern", so Mark. "Aber die Yamaha-Amps funktionierten hervorragend. Sie produzieren einen ordentlichen, sauberen Punch - so, wie es die 853 brauchen, um gut zu klingen. Außerdem haben Sie selbst unter solch schwierigen Bedingungen vier Tage bei keinem einzigen Beat gepatzt. Ich glaube, mit den Tns wird sich Yamaha endgültig auch im Verstärkersegment durchsetzen - wir werden das ernsthaft weiter beobachten."
Julian Spear, Geschäftsführer bei SWG, ist derselben Meinung: "Trotz eines ausgesprochen feuchten Festivals in unserem ersten Jahr im neuen Park-Bereich und an der John-Peel-Bühne war das Team sehr zufrieden mit der Arbeit des Yamaha-Equipments."

"Unterm Strich hatten wir eine sehr beeindruckende Anlage, die perfekt arbeitete - und die Tonleute waren durchweg begeistert", so Julian. "Ich glaube, die Analog/Digital-Debatte wird sich noch eine Weile fortsetzen, aber es gibt immer weniger widerwillige Tontechniker, weil immer mehr von ihnen sich bereits an Digitalpulte gewöhnt haben. Wir haben jetzt unser erstes M7CL gekauft - und gleich ein LS9 dazu. Wir benutzen die Pulte bei Orchestern, ein Bereich, in dem wir einen ausgesprochen guten Ruf zu verteidigen haben."

Zur selben Zeit hatte auch die Firma Adlib Audio kleinere Digitalpulte Yamahas im Einsatz. So stand ein M7CL im Zirkuszelt und ein weiteres M7CL zusammen mit einem LS9 für die Monitore im Outdoor-Theater, in diesem Jahr besser bekannt unter dem Namen Dance Saddlespan. Hier zog der Musiker und Kabarettist Bill Bailey die Massen an.

"Wir haben diese Bühnen zum ersten Mal mit Digitalkonsolen betrieben, und unter den typischen in Glastonbury vorherrschen Bedingungen kannst Du dir eigentlich nie sicher sein, ob ein Gerät durchhält", erklärt Dave Jones von Adlib lächelnd. "Diese Konsolen jedoch benutzen wir seit 18 Monaten, ohne dass auch nur ein Problem aufgetaucht ist. Wir sind also ziemlich froh darüber, dass wir sie haben."

Auf diesen beiden Bühnen spielten viele Künstler während des Wochenendes mehrmals. Das Adlib-Team konnte viel Zeit durch die Digitalpulte sparen, weil die Einstellungen für einen Act gespeichert und einfach wieder aufgerufen werden konnten, wenn dieser erneut auf die Bühne kam. Die Pulte waren unglaublich einfach zu bedienen - und unsere Leute echt froh", so Dave.

"Wir hatten das ganze Wochenende über einfach keine Probleme. Nach der Vorbereitung für jeden Act waren die Pulte das ganze Wochenende fertig eingerichtet. Wir brauchten nicht einmal Ablaufpläne!"