Neue Yamaha-DSP5D-Erweiterung mit der Progressive-Metal-Band Dream Theater auf Tour


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BUENA PARK, Kalifornien, USA - Yamaha Commercial Audio Systems, Inc. gibt bekannt, dass zum ersten Mal eine DSP5D-Erweiterung auf Tournee verwendet wurde, und zwar bei der Progressive-Metal-Band Dream Theater. Der freie Toningenieur Randy Lane wurde von Dream Theater für den FOH-Mix angeheuert. Dieser wiederum beauftragte die Firma Clair Brothers, die Tour in den Staaten und international zu betreuen. Lanes lange Liste von Referenzen umfasst an der Seite von vielen anderen Stars die Spin Doctors, Collective Soul, Bush, Fuel, Three Doors Down, Alter Bridge, Joe Satriani, Eric Johnson und Steve Vai. Außerdem begleitete er die Dream-Theater-Musiker John Petrucci und Mike Portnoy auf deren G3-Tour.

Lane mixte bei einem Alter-Bridge-Konzert im Jahr 2004 zum ersten Mal auf einem Yamaha PM5D. Das Pult war ihm von Ralph Mastrangelo (von der Clair-Niederlassung in Nashville) empfohlen worden. "Ich hörte mir das PM5D zum ersten Mal an und merkte, dass Digitalkonsolen inzwischen genauso gut klingen wie Analogkonsolen", so Lane. Dabei sei das PM5D natürlich viel bequemer zu bedienen und auch leichter zu transportieren.

Den Tipp mit der DSP5D-Erweiterung hatte Lane von Todd Hudson und Greg Hall (beide ebenfalls Clair Brothers) während Joe Satrianis "Supercolossal"-Tour bekommen. Auf der Dream-Theater-Tour wurden fast 70 Inputs ohne Effekte benötigt, weshalb man notwendigerweise eine zweite Konsole benötigt hätte. Außerdem gab es zwei Vorbands, womit wir bei drei Pulten wären. Inklusive der externen Effekte und Dynamics hätte man am FOH-Mix gewaltig Platz gebraucht. "Indem wir das PM5D und die DSP5D-Erweiterung benutzt haben, brauchten wir extrem wenig Platz und hatten unglaublich viel Leistung und eine Menge Möglichkeiten", so Lane.

Bei der Yamaha DSP5D-Erweiterung handelt es sich um ein an sich auch autonom funktionierendes Gerät, das ein Yamaha PM5D auf sage und schreibe 96 Mono- und 16 Stereo-Kanäle erweitert.

Lane hat sich selbst mit Hilfe der Bedienungsanleitung beigebracht, wie man PM5D und DSP5D verwendet und fühlte sich schnell bei beiden Produkten zu Hause. "Von Anfang an entpuppte sich das PM5D als toll klingende Konsole, die zuverlässiger war, als alles, was ich jemals zuvor benutzt hatte. Die extreme Leistung der PM5D/DSP5D-Kombination bei der geringen Größe war erstaunlich. Die Yamaha-Konsole bildet zusammen mit ihrer DSP-Erweiterung ein transparent und dennoch warm klingendes System, das die Kraft und Finesse von Dream Theater perfekt rüberbringt."

Stabilität habe das System buchstäblich unter Beweis gestellt, als ein 150 Kilo schwerer Motorkasten von der Bühnenkante zwei Meter tief direkt auf die Konsole stürzte. Die gesamte Bedienoberfläche war kaputt und die Bedienelemente in Mitleidenschaft gezogen. Doch das Pult lief unbeeindruckt weiter. Der Monitor-Mann konnte das Trackpad und den Bildschirm verwenden, um die Show zu beenden. Die Oberseite der Konsole wurde am nächsten Tag ausgetauscht. "Da war echt abgefahren", so Lane.

Für die Tour außerhalb Europas wurden 24 Clair-Brothers-I-3-Linearray-Boxen sowie 12 Clair-Brothers-BT-218-Subwoofer verwendet, in Europa selbst 32 I-3's und 12 BT-218-Subs. Bei der Schlagzeug-Abnahme entschied man sich für Earthworks-Periscope-Mikrofone, bei der Gitarren-Abnahme für Shure-SM57-Mics. Der Gesang wurde mit einer Kombination aus Sennheiser 5000 und Neumann 105 abgenommen.

Lane erklärte, dass keine externen Geräte für die Signalbearbeitung verwendet wurden: "Wir benutzten die internen Effekte und Gates der Konsole. Außerdem waren Waves-PlugIn-Karten in den Steckplätzen installiert, die wir für verschiedene Kompressoren verwendet haben." Das PM5D war überdies mit sechs ADAT-Karten für Mehrspuraufnahmen ausgestattet worden, sodass für jeden Input ein Direct-Out vorhanden war. Als Multitracker diente in jeder Vorstellung ein M-Audio-Lightbridge-Interface zusammen mit Steinbergs Nuendo und einem Alienware-Laptop. "Dank der fantastischen Qualität der internen Effekte und Dynamics konnte man prima auf externe Geräte verzichten. Außerdem sind PM5D und DSP5D so gebaut worden, dass mit Hilfe von Erweiterungen für jeden Input auch ein Output existieren kann - das war sehr vorausschauend."

Dream Theater begannen ihre Karriere 1985 noch unter dem Namen Majesty, nachdem die Ur-Bandmitglieder Petrucci and Myung auf der Suche nach einem Progrock- und Metal-Drummer am Berklee College of Music fündig wurden. Die beiden hörten Mike Portnoy in einem Übungsraum spielen und jammten von nun an zu dritt. Nach der Uni kamen noch ein Keyboarder und ein Sänger dazu. Die Gruppe benannte sich um in Dream Theater. In den frühen 90ern wurde die Band immer bekannter - auch international - und scharte eine stetig wachsende Anzahl sehr treuer Fans um sich. Seitdem wurden mehr als sieben Millionen Platten und CDs verkauft.

Weitere Informationen über Dream Theater finden Sie unter www.dreamtheater.com.