Ganz Essen ist mit Liebe erfüllt - mit Yamaha im Herzen


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Am 25. August 2007 verwandelten rund 1,2 Millionen Besucher das Zentrum von Essen in eine gigantische Tanzfläche, als der berühmte Wagenumzug der Loveparade die Straßen der Ruhrmetropole aus allen Nähten platzen ließ. Und natürlich versuchte jedes Kolonnen-Fahrzeug, mit der lautesten PA und den aktuellsten Dancetracks alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Doch auch abseits der großen Parade wurden zahlreiche Partys und andere Veranstaltungen ausgerichtet, zu denen auch Gigs von bekannten Künstlern wie der Blue Man Group, Moby, WestBam oder Sono gehörten.

Das große Ereignis des Festtages aber war das große Finale der Feier am Berliner Platz, wo eine riesige Open-Air-Bühne aufgebaut wurde, von der aus rundum 360 Grad beschallt werden mussten - eine große Herausforderung für die verantwortliche Audiofirma Crystal Sound. Man brauchte hier auf dem Platz zwar eine durchaus kraftvolle, aber überdies stark gerichtet beschallende Anlage, um einerseits die hier maximal zulässigen 93 dB Schalldruck-Pegel auf Höhe der anliegenden Wohnungen einzuhalten und um anderseits zu verhindern, dass es an den Häuserwänden rund um den Platz zu unerwünschten Reflexionen kam.

Das Sounddesign wurde von Frank Vogelsgesang durchgeführt, der sich für eine digitale Mixing-Engine vom Typus Yamaha DME64N als ideale Signalrouting-Matrix entschied. Der FOH- und der Monitor-Mix wurden jeweils von einem PM5D-RH übernommen, wobei die FOH-Konsole zusätzlich mit einer DSP5D-Erweiterung für Liveacts ausgestattet worden war.

Die PA-Anlage bestand aus 96 Topteilen (Mitten/Höhen) von d&b und 80 Subwoofern derselben Marke. Die Subs arbeiteten mit einer Hypernieren-Richtwirkung. So wurden ein herzförmiger Abstrahlwinkel und eine ausgewogene Publikumsbeschallung erreicht, während die Bühne vom Bass weitestgehend verschont blieb.

Bei solch einem komplexen Event klingt es fast wie ein Märchen, dass der Technik lediglich 90 Minuten blieben, in denen das gesamte System eingerichtet werden und der Soundcheck stattfinden musste. Zum Glück aber war ja Yamaha-Equipment mit von der Party, und das kann sich aufgrund seiner Programmierbarkeit, Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit bekanntermaßen guten Gewissens derartigen Herausforderungen stellen. Die Deadline für die technischen Proben konnte daher entspannt eingehalten werden, und auch die Veranstaltung selbst lief ohne Probleme ab.

Drei Optocore-DD32-Geräte verbanden die Hauptanlage mit dem Presse-Podium und einem Übertragungswagen. Der FOH-Mix und die Signale von ein paar Ambience-Mikrofonen, welche die Atmosphäre im Publikum einfingen, wurden über den Ü-Wagen allen Standorten für Rundfunk, Fernsehen und Presse zugänglich gemacht. Viele Pressevertreter waren vom gebotenen Service begeistert, weil den Sendern die mühselige Kabelverlegung erspart blieb.

Ein weiterer wichtiger Teil der Veranstaltung war das Schaffen von Infrastruktur und Logistik für ein potenzielles Evakuierungs-Szenario. Vier kleine JBL-Vertec-Arrays und ein Yamaha 01V96 wurden eigens installiert, um bei der Bewältigung einer solchen Aufgabe zu helfen, da im Falle einer Evakuierung Ansagen via Mikrofon sowie über eine vorproduzierte CD der Feuerwehr nötig gewesen wären. Diese Not-Anlage wurde während der ganzen Veranstaltung separat mit Strom versorgt.