IAA-Spezial: Yamaha-DME-Technologie auf der 62. Internationalen Automobil-Ausstellung


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Die Messe Frankfurt/Main

"Was morgen bewegt", so lautete das Motto der 62. Internationalen Automobil-Ausstellung IAA auf dem Messegelände in Frankfurt am Main, bei der die großen Automobilhersteller aus aller Welt vom 13. bis 23. September 2007 ihre neuesten Modelle und zahlreiche technische Innovationen präsentierten. Rund eine Million Besucher wollten sich das Spektakel unter dem gigantischen, 257 Meter hohen Messeturm nicht entgehen lassen.

Dabei beließen es die Aussteller nicht dabei, ihre bis zum Eröffnungstag sorgsam verhüllten Neuentwicklungen einfach nur in eine Halle zu stellen. Eindrucksvoll inszenierte Multimedia-Spektakel und groß angelegte Presseveranstaltungen konnten dank moderner Bild- und Tontechnik Konsumenten wie Journalisten, die aus jedem Winkel der Erde angereist kamen, gleichermaßen faszinieren.

Über riesige Leinwände flackerten hochwertig produzierte Produktpräsentationen, während große Audioanlagen die Besucher mit beeindruckenden Mehrkanal-Soundgewittern beschallten.

Hier, im Schoße der finanzkräftigen Automobilindustrie, darf noch aus dem Vollen geschöpft werden, und so war die Ausstellung auch ein Fest für die zahlreichen beteiligten Dienstleistungsunternehmen aus dem Audio- und Video-Segment. Endlich konnten sie einmal ihr geballtes Know-how mit hochwertigster State-Of-The-Art-Technik kombinieren. Doch mit dem Etat stieg auch der Anspruch seitens der Auftraggeber - verständlich, denn wer viel zahlt, möchte auch etwas davon haben. Das Beste war gerade gut genug, und der Ruf nach absoluter Perfektion, Präzision und Zuverlässigkeit war lauter denn je.

Vor allem die Audio-Spezialisten standen vor nur schwer lösbaren Aufgaben. Mussten diese doch gigantische, kraftvoll und definiert klingende, aber vollkommen unsichtbare Beschallungsanlagen mit bis zu 100 Lautsprechersystemen installieren. Nur die besten unter ihnen waren der anspruchsvollen Aufgabe gewachsen und konnten die begehrten Ausschreibungen der Automobilkonzerte für sich entscheiden.

Natürlich waren auch die deutschen Markführer, DaimlerChrysler (heute Daimler AG), VW und BMW (mit Rolls Royce und MINI), mit beeindruckenden Inszenierungen vertreten. Die Veranstaltungs-Dienstleistungsunternehmen Atelier Markgraph (DaimlerChrysler), Neumann & Müller (DaimlerChrysler), Profi Musik (VW), Tonart AG (BMW) sowie die Heiko-Müller-music-&-light-design-GmbH (MINI und Rolls Royce) bekamen für die Installation der Systeme den Zuschlag.

Yamahas DME-Technologie bei der IAA

Obgleich die Audiospezialisten der oben genannten Unternehmen beim Systemdesign und insbesondere bei den Geräte-Verbindungen durchaus unterschiedlichen Lösungskonzepten folgten, verließen sie sich beim Systemmanagement alle auf Yamahas moderne und bewährte DME-Technologie. Rund zwei Dutzend Yamaha-DME64N-Digital-Engines und zahlreiche andere Modelle fungierten bei den drei großen deutschen Automobilkonzernen als flexible Steuerzentralen und zuverlässige Lieferanten von Rechenleistung für die Signalverarbeitung.

Die große Show bei DaimlerChrysler

Allein bei der renommierten Marke DaimlerChrysler waren sechs DME64Ns und eine DME24N im Einsatz, um den aufwändigen Sound der für die Ausstellung produzierten Inszenierung in den Griff zu bekommen. Die Stuttgarter ließen sich nicht lumpen und mieteten die gesamte riesige Festhalle des Messegeländes. Für die elf Messetage und die vor der offiziellen Ausstellungseröffnung abgehaltenen Pressevorführung erhielt der Innenraum des Gebäudes einen zweiten Kern, der ein geschicktes Leitsystem für die Zuschauer inklusive einer großen, eigens installierten Rolltreppe enthielt.


Multimedia-Inszenierung in der riesigen, von DaimleChrysler vollständig eingenommenen Festhalle. Hinten links sieht man die mitgebrachte Rolltreppe mit den Besuchermassen.

Die Inszenierung während der Messe umfasste einen 20-minütigen Show-Loop mit LED-Animation, Videounterstützung und aufwändigen Soundeffekten - eine enorme Herausforderung für die verwendeten Geräte. Die Beschallung übernahmen zahlreiche, auf drei Ebenen quasi unsichtbar installierte Boxensysteme verschiedener Hersteller, die von d&b-Amps mit Leistung versorgt und von den sechs Yamaha DME64Ns im 11.1-Surroundformat verwaltet wurden. Diese DSP-Engines fungierten dabei nicht nur als riesige, kaskadierte Schaltmatrix mit 20 Inputs und 86 Outputs. Sie lieferten auch zahlreiche Dynamikprozessoren, Input-EQs, Output-EQs und Delays. Dank dieser ins Systemdesign integrierten Laufzeitdelays und der Presetverwaltung konnte die Beschallungsrichtung über eine Neuausrichtung der Delaylines per Knopfdruck an der DME komplett umgedreht werden. Ein weiteres Delay, diesmal am Input, diente der Synchronisation des Sounds mit dem Video.

Verantwortlich für das Systemdesign und die PA-Installation waren hier das Atelier Markgraph, der freie Systemdesigner Georg Jordan, der den DME-Cluster mit dem neuen DME-Designer 3 programmiert hat, sowie Neumann & Müller, eines der weltweit renommiertesten Veranstaltungstechnik-Unternehmen.

Stefan Hartmann von Neumann & Müller über die Installation und die Verwendung von Yamaha-DME-Technologie

"Wir haben einen sehr hohen Anspruch an unsere Arbeit und setzen auf eine konstante hohe Qualität. Im DSP-Prozessor-Segment bevorzugen wir Yamahas DME-Technologie, weil die Vernetzung über CobraNet sehr interessant ist, obgleich wir uns bei der Installation hier ausnahmsweise auf normale und tausendfach bewährte analoge Audio-NF-Verbindungen zwischen DMEs und den dezentralen Amps verlassen haben." Mit der neuen DME-Designer-Software sei der Laptop-Anschluss an die DMEs sehr einfach geworden, was das Produkt noch einmal attraktiver mache, so Hartmann. "Letztendlich war der Kunde hochzufrieden mit unserer Arbeit, was wir auch den DMEs zu verdanken haben, die wie erwartet absolut zuverlässig gelaufen sind."


Geballte Power: Stefan Hartmann und Georg Jordan vor dem mit zahlreichen DMEs bestückten Geräterack von DaimlerChrysler

Yamaha-DME-Installationen bei BMW, Rolls Royce und MINI

Der bayrische Automobilhersteller BMW beauftragte die Firma Tonart mit der Installation einer riesigen Audioanlage bei der IAA. Auch hier musste ein gigantischer Messeraum komplett beschallt werden. Neben der liebevoll produzierten Inszenierung, hier pragmatisch "Messeloop" genannt, war die Anlage, anders als bei DaimlerChrysler, auch für die Pressekonferenz zuständig.


Neues BMW-Modell mit Multimedia-Leinwand im Hintergrund.

Zusammengefasst ging es darum, 20 Input-Kanäle, die von diversen Sprachmikrofonen, Mehrspurzuspielern, Dolmetschern und Liveschaltungen stammten, geschickt auf mehr als 100 Lautsprechersysteme von Herstellern wie Kling & Freitag oder d&b zu routen. Außerdem wurden ein Übertragungswagen und der Presseraum mit entsprechenden Signalen versorgt.

Die Signalverarbeitung, die Steuerung, das Routing, die Laufzeitanpassung und die komplette Verwaltung der Anlage übernahmen sechs DME64Ns, die reichhaltig mit MY-Erweiterungskarten verschiedenster Formate ausgestattet waren. Zudem wurden die DSP-Engines von mehreren DME-Satelliten unterstützt - eine angesichts der Komplexität des Systems extrem anspruchsvolle Aufgabe.

Tonart entschied sich bei der Signalübertragung über längere Strecken für moderne Netzwerk-Technologie und setzte sowohl das Format CobraNet als auch Optocore ein. Über ein von Optocore-DD32-Interfaces gestütztes Glasfaser-Ringnetzwerk wurden die Signale zu verschiedenen Stationen wie dem Ü-Wagen oder dem Presseraum geschickt. Bei der AD- und DA-Wandlung setzte Tonart auf die bewährten Yamaha-Konverter DA824 und AD824. Für die Mikrofon-Vorverstärkung war außerdem ein fernsteuerbarer Yamaha-AD8HR-Preamp im Einsatz. Die DMEs wurden so programmiert, dass die Lautstärkeregelung der Anlage im Ausstellungsraum ganz einfach von Laien bedient werden konnte.

Weitere DMEs befanden sich an den Ständen von MINI und Rolls Royce, für die Heiko Müllers music-&-light-design-GmbH aus Leonberg verantwortlich war. Beim charmanten Flitzer MINI waren drei DME64Ns im Einsatz, bei der Edelmarke Rolls Royce eine DME32. Allein bei MINI wurden rund 50 Lautsprecher verwaltet. Durch eine geschickte Programmierung der DMEs konnten Probleme durch Übersprechungen von den Soundsystemen der anderen Stände auf ein Minimum reduziert werden.


Szenig designt: Die große Show bei MINI

Bei BMW betonten die beteiligten Ingenieure ebenfalls die Zuverlässigkeit der DMEs von Yamaha. Die Geräte seien absolut betriebssicher und äußerst flexibel. Ein großer Vorteil sei auch die Anschlussfreudigkeit in so ziemlich allen gängigen Formaten über Yamahas MY-Karten.

Auch die Volkswagen-AG setzt auf Yamaha-DME-Power

Der dritte große deutsche Automobilhersteller, die Volkswagen AG, verließ sich bei der Installation einer mächtigen Soundanlage in Halle 3 des Messegeländes auf das Know-how der Firma Profi Musik.

Gleich drei extrem aufwändige Veranstaltungen mussten hier unter einen Hut gebracht werden - die Inszenierung, der Händlerabend und die Pressekonferenz. Und nicht nur die Techniker von Profi Musik, auch die Anlage selbst musste extrem flexibel sein. Sounddesigner Bodo Bergmann, Projektleiter Jonas Hellberg, der Systemdesigner Arne Sumfleht und der verantwortliche Designer für die Pressekonferenz, Jörg Anders, wählten sechs Yamaha-DME64Ns als Schaltzentralen des Systems.

Die DSP-Engines speisten Lautsprecherkanäle für 105 Boxen an der Decke von den Herstellern Meyersound und Kling & Freitag, mit denen das riesige Areal beschallt wurde. Speziell bei der Pressekonferenz wurden noch mal zusätzlich Frontfills und mehrere Linearrays angefahren. Eine Besonderheit war hier, dass die DMEs über Remote-Desktop ferngesteuert wurden. In der DME vorprogrammierte Presets wie "Showloop", "Anlagentest" oder "Pressekonferenz" machten es möglich, die gesamte Anlage von einer Veranstaltung auf die nächste umzuschalten.


"Profi Musiker" Arne Sumfleht beim Linecheck am DME-Designer

Beim Händlerabend waren außerdem drei Yamaha-LS9 im Einsatz (2 x LS9-16, 1 x LS9-32), die unter anderem für die Abmischung von Live-Musik zuständig waren. Ein Yamaha-DM1000 nahm die Signale der Pressekonferenz auf. In der Regie befanden sich noch ein Yamaha-01V96 und sechs Yamaha-MSP5-Abhörmonitore.


Diverse DME64Ns und ein 01V96 bei VW während der Aufbauarbeiten

"Neben der Installation der riesigen Anlage war auch die Beschaffung des Equipments eine große Herausforderung", erklärt Profi-Musik-Geschäftsführer Jürgen Thiele. Denn nicht nur die Hotelzimmer seien vor und während der IAA in Frankfurt grundsätzlich vergriffen, auch die DMEs von Yamaha seien in dieser Zeit Mangelware…

Schlusswort

Bei einer Ausstellung wie der IAA, bei der es um alles geht, bei der auch der kleinste Fehler nicht toleriert wird, da andernfalls der nächste große Auftrag verloren geht, vertrauen die besten Dienstleistungsunternehmen im Veranstaltungssegment auf Yamaha-Produkte. Das mag eine sehr gute Nachricht für Yamaha Commercial Audio sein, ist aber überhaupt kein Grund für unsere Entwickler, es sich bequem zu machen. Denn nächste IAA PKW lässt nicht lange auf sich warten (2009). Und auch dort wird es einmal mehr heißen: Noch schneller, noch höher, noch weiter, noch besser.

Herzlichen Dank für die Unterstützung an:

Atelier Markgraph GmbH (DaimlerChrysler)
Ludwig-Landmann-Straße 349
D-60487 Frankfurt am Main
FON: +49 (0)69 - 979 93-0
FAX: +49 (0)69 - 979 93-1181
EMAIL: contact@markgraph.de
http://www.markgraph.de

Neumann&Müller GmbH & Co. KG (DaimlerChrysler)
Berzeliusstraße 19
22113 Hamburg
GERMANY
Telefon: +49 (40) 25 40 49 - 33
Telefax: +49 (40) 25 40 49 - 30
http://www.neumannundmueller.de

Profi Musik GmbH (VW)
Marie-Curie-Str.6
D-21337 Lüneburg
Tel. 04131-20020
Fax. 04131-38610
E-Mail: profi@profimusik.de

TON-ART AG (BMW)
Königsberger Straße 100
40231 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 23 808 100
Fax: 0211 - 23 808 990
e-mail: info@ton-art.de
http://www.ton-art.de

Heiko Müller music & light design GmbH (MINI, Rolls Royce)
Hertichstr. 23
71229 Leonberg
Germany
Telefon +49(0)7152-99966-22
Telefax +49(0)7152-99966-33
mailto:heiko.mueller@mld.de
http://www.mld.de


Herunterladen: Yamaha Commercial Audio Inside Story (pdf, 1.12 MB)