Weltgebetstag in London: Yamaha hilft bei der Verkündung der Botschaft im New Den Stadium


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SFLs TECHNISCHER LEITER, MARK PAYNE, AM FOH-PLATZ AN SEINEN BEIDEN M7CL-48-KONSOLEN
SFLs TECHNISCHER LEITER, MARK PAYNE, AM FOH-PLATZ AN SEINEN BEIDEN M7CL-48-KONSOLEN


Eine warme Periode mit reichlich Sonnenschein im sonst so verregneten London kündigte schon im Mai den Beginn des Sommers an. Perfektes Wetter also für den Global Day Of Prayers (Weltgebetstag), der im Fußballstadion des Londoner FC Millwall unter freiem Himmel abgehalten wurde. Ziel der Veranstaltung war es, den Gläubigen näher zu bringen, wie sie das Evangelium und die Lehren der Bibel besser ins alltägliche Leben integrieren können. Dass dies tatsächlich für rund 15.000 Gottesdienst-Besucher wahr wurde, ist nicht zuletzt Yamaha zu verdanken sowie einer Handvoll blitzschneller Techniker und einem 200 Personen starken Chor, die gemeinsam mit einem Orchester und einer Band für das Gelingen des Mega-Events sorgten.

Die gesamte Verantwortung für Sound und Beleuchtung fiel in die kompetenten Hände der Sound Foundation Limited Group aus dem südenglischen Reading. Nachdem das Unternehmen bereits beim Weltgebetstag 2007 (im Upton Park bei West Ham United) hervorragende Arbeit geleistet hatte, hatte Andy Barr von den Veranstaltungs-Organisatoren Event Pure Solutions keine Bedenken, erneut mit SFL zusammenzuarbeiten. Die Firma verlässt sich gern auf das Leistungsvermögen von Yamaha-Konsolen und hatte in London gleich mehrere dabei, die sowohl für den FOH- als auch für den Monitor-Sound zum Einsatz kamen. Zwei M7CL-48-Konsolen, die zusammen starke 96 Kanäle auf die Waage brachten, wurden allein für den FOH-Sound benötigt, während sich Yamahas größeres Schwesterpult PM5D allein um das Monitoring kümmerte. Mark Payne, Technischer Direktor und Co-Gründungsmitglied der Firma, mixte den FOH-Sound persönlich.

Mark weiß genau, wovon er spricht. Der Mann hat ein Diplom in Elektrotechnik von der Universität Birmingham und ist Mitglied des Instituts für Akustik. Uns erklärt der Ingenieur seine Herangehensweise bei der Verwendung der beiden M7CL-Pulte: "Ich benutze zwei Pulte für den Front-Of-House-Mix, weil ich 96 Kanäle im direkten Zugriff vor mir haben will. Abgesehen von einem Monitor-Soundcheck gibt es keine technischen Proben vor den Auftritten. Ich mixe also alles während der Vorstellung. Daher brauche ich alle Kanäle direkt vor der Nase, ohne dass ich mir Gedanken darüber machen muss, auf welcher Mischebene ich mich gerade befinde. Beide Pulte sind über Yamahas Mini-YGDAI-Karten von Typ MY16AT miteinander kaskadiert (YGDAI steht für "Yamaha General Digital Audio Interface"). Das eine Pult ist Master, das andere ist Slave."

Das Slave-Pult, sagt Mark, benutze er, um die einzelnen Elemente von Chor und Orchester zu mixen. Von hier aus werde ein Submix, der aus vier Gruppenmixen bestehe, auf das Master-Pult geschickt. "Das Master-M7CL-48 hingegen widmet sich sowohl dem Mix für die Musikgruppe, die sich aus Vocals, Schlagzeug, Bass, Keyboards und Gitarren zusammensetzt, als auch den Radio-Mikrofonen für die Moderatoren. Die finale, aus fünf Ausgangsmixen bestehende Matrix wird im digitalen AES-EBU-Format bei 48 KHz Samplingfrequenz auf die PA-Endstufen geschickt. Die Tonspuren der Veranstaltung gelangen auch zu einem Sender, der Kopien von meinen vier Orchester-/Chorgruppen erhält - sowie von der Band, die auf dem Masterpult liegt."

Payne erklärt weiter, was er an der Arbeit mit dem M7CL-48 so schätzt. "Es handelt sich hier um ein hervorragendes Pult, bei dem die Bedienung angenehm einfach ist. Ich mag die Anordnung der Bedienelemente, und das 'Centralogic'-Interface glänzt durch Intuitivität. Überdies kann auf alle EQ-, Gate- und Kompressor-Parameter der Konsole extrem schnell zugegriffen werden. Ich kann ganz schnell Parameteranpassungen in 8er-Blöcken vornehmen - so zum Beispiel für alle meine Hintergrund-Chor-Mikrofone. Bei diesem Gig benutze ich vier Effekte der FX-Engine - und zwar einen Hall für Schlagzeug, einen Hall für die Vocals, einen für das Orchester sowie ein einfaches Tap-Delay. Das ist alles Standard, aber ich komme an jeden Parameter der FX-Engine extrem schnell heran. Bei diesem Event gab es eine Menge grundverschiedener Acts, mit denen man klarkommen musste. Außerdem konnten sich die Besetzungen in letzter Minute ändern." Darum spiele die Geschwindigkeit eine große Rolle, die jedoch mit den Yamaha-Pulten problemlos erreicht werde, so Payne. "Die Konsolen haben eigentlich auch 300 interne Szenenspeicherplätze, aber dieses Event mixe ich einfach nur live - mal abgesehen von einer Szene für den Kinderchor, die ich beim Soundcheck gespeichert habe."

Das Bühnenmonitoring wird von Colin Hounsome, der seit 1998 bei SFL arbeitet, an einem PM5D umgesetzt. Indem er alle 48 Kanäle einsetzt, verwendet Hounsome dieselbe Aufteilung für die Band wie Payne. Aber beim Orchester und beim Chor verließ er sich auf die vier Subgruppen-Mixe, die vom M7CL-48-Slave kamen. Das Zweierteam arbeitete eng mit SFL-Geschäftsführer Tom Jeffrey zusammen, der hier einer der Bühnen-Inspizienten war. Mal abgesehen von der Band hatten die beiden mit einer Vielzahl weiterer Konstellationen klarzukommen, zu denen auch Rapper und brasilianische Musiker gehörten. Ein Act bestand sogar aus 30 Schlagzeugern und Perkussionisten. Beachtlich ist dabei, dass wirklich jeder das auf seinen Monitoren hatte, was er haben wollte!

Die Beschallung wurde über 88 d&b-Lautsprecher der J- und Q-Reihe (Q1 und Q Sub) sowie über einige zusätzliche Systeme vom Typus B2 umgesetzt. Payne konnte alle Endstufen-Parameter mit einem Laptop vom FOH-Platz aus einstellen, indem er das CAN-Bus-Remote-System von d&b einsetzte. Die Anlage war bereits am Vortag aufgebaut worden. Das eng miteinander verwobene hausinterne Produktionsteam hinter dem Event war auf jede Situation vorbereitet. Trotz der kurzen Übergangszeiten zwischen den Auftritten der Acts, Prediger, Sänger und Redner (auch Londons neuer Bürgermeister Boris Johnson gab sich die Ehre), verlief die Veranstaltung reibungslos. Als die Gläubigen in der Abenddämmerung nach Hause pilgerten, waren Payne und sein Team sichtlich zufrieden mit dem erzielten Ergebnis. Mark Payne schließt mit den Worten ab: "Wir sind eine Technik-Firma. Wir finden, dass es nicht reichen kann, sich bei der Klangformung lediglich auf kreatives musikalisches Können zu verlassen. Wir fordern uns alle Disziplin ab, die akustischen Verhältnisse und Gesetzmäßigkeiten jener Räumlichkeiten zu verstehen, in denen wir arbeiten und auf die wir einwirken. Die Yamaha-Konsolen helfen uns dabei und bringen uns unseren Zielen ein großes Stück näher."