ZDF-Arena Bregenz 2008


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Für seine Berichterstattung von der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz hatte sich das ZDF bekanntlich die Festspielbühne in Bregenz ausgesucht. Das extravagante Bühnenbild der Oper "Tosca" sorgte mit 50 Metern Breite, 30 Metern Höhe und einem Gewicht von 324 Tonnen für eine Traumkulisse. 7.000 Zuschauer konnten Live-Sendungen und Fußballspiele zusammen mit spektakulären Sonnenuntergängen auf dem Bodensee erleben.

Alle Audiosignale der Produktion wurden über ein Yamaha PM1D verteilt, bearbeitet und gemischt. Ein WLAN-Netzwerk ermöglichte die Fernsteuerung der Bedienkonsole CS1D; mit dem PM1D-Manager wurden Delayzeiten, EQ-Settings und Pegel auf allen Plätzen der Tribüne überprüft und angepasst. Dies funktionierte so schnell und reibungslos, dass selbst die Proben in der Sonne gemischt werden konnten.
Die Festspielbühne Bregenz verfügt über die unglaubliche Anzahl von 867 Lautsprechern und 450 Verstärkern, was einer Nennleistung von 390 000 Watt entspricht. Die dort aufgeführten Opern werden richtungsbezogen und in Surround produziert, es wird versucht akustisch den Raum zu simulieren.

Leider befand sich die ZDF-Moderationsbühne vor dem PA-System, so dass der Aufbau einer zweiten Beschallung notwendig wurde, die speziell für einen guten Fernsehton eingemessen war. Die Matrix versorgte die 21 verschiedenen Lautsprechergruppen der dezentralen Beschallung, über die der Vor und Nachlauf der ZDF-Sendung übertragen wurde.
Bei den Fußballspielen wurden die ankommenden Atmo-Signale mit dem Kommentar in Dolby Surround gemischt und über die Festspielregie auf die Lautsprecher geroutet. So vermittelte die ZDF-Arena dem Publikum das Gefühl, mitten im Stadion zu sitzen. Für die Ohren war Bregenz damit wohl das interessanteste Public Viewing überhaupt.

Das PM1D wurde mit 2 DSP-Einheiten im Mirror-Modus betrieben und verwaltete 86 Eingangssignale, 21 Matrix-Ausgänge, 35 Aux-Wege sowie 12 interne Gruppen. Angebunden waren sechs AI8- sowie drei AO8-Einheiten. Wie nicht anders zu erwarten, funktionierte das Digitalpult, das in den letzten Jahren schon die ganze Welt bereist hat, sechs Wochen lang im Dauerbetrieb ohne ein einziges Problem.