Britannia Row adelt die DANTE-MY16-AUD von Yamaha


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Die neue Dante-MY16-AUD-Karte wird ab sofort ausgeliefert und ermöglicht einer breiten Palette von Yamaha-Produkten eine nahtlose Einbindung in die aktuellste der Audio-Netzwerk-Technologien. Das neue Interface durfte seine hohe Wertigkeit bereits bei Britannia Row unter Beweis stellen, einem der wichtigsten Tournee-, Festival- und Club-Ausrüster Großbritanniens.

Yamaha Commercial Audio war es schon immer ein großes Anliegen, seine digitalen Audioprodukte nahtlos mit allen wichtigen Netzwerk-Protokollen zu verknüpfen, um potenzielle Kompatibilitätsprobleme mit den unterschiedlichsten Dritthersteller-Entwicklungen auszuschließen. Audinates Dante-System ist die jüngste übernommene Technologie. Mit der neuen Interface-Karte Dante-MY16-AUD können Yamaha-Digitalpulte, DME-Prozessoren und Leistungsverstärker der TXn-Reihe die Vorteile der Plug&Play-Technologie von Audinate voll ausschöpfen.

Jede Dante-MY16-AUD-Karte bietet 16 bidirektionale Audiokanäle (16 Kanäle bei 48 kHz oder 8 Kanäle bei 96 kHz) über ein Gigabit-Netzwerk mit Echtzeit-Netzwerk-Redundanz. Mit mehreren Karten werden auch mehr Kanäle unterstützt.

Als Unternehmen, das sich stets modernster Technik verschrieben hat, verwendet Britannia Row das Protokoll bereits seit geraumer Zeit intensiv zusammen mit Yamaha-Produkten. Der Leiter der Abteilungen "Beschallung" und "Digital", Kieran Walsh, hat nur Gutes zu berichten.

So zum Beispiel von der UK-Tour der schottischen Band Snow Patrol Ende 2009, bei der Yamahas digitale Mixing-Engines vom Typus DME in ein Dante-Netzwerk eingebunden waren. Oder vom riesigen Neujahrs-Event des Labels Ministry Of Sound in Londons O2-Arena, wo sich Live-Konzerte mit DJ-Sets abwechselten - und keine Geringeren als die Top-Acts Calvin Harris, Deadmau5, Justice, Plump DJs, Eric Prydz und Example das Publikum zum Toben brachten.

"Wir hatten hier ein riesiges System und benutzten die Dante-MY16-AUD-Karte in einer Yamaha-DM1000-Konsole, um den Sound für den ganzen Event zu verteilen. Es handelte sich um ein in ein Datennetzwerk integriertes Audio-Netzwerk, das extrem gut funktioniert hat", erklärt Kieran.

Brit Rows bisher aufwändigster Einsatz der neuen Technologie fand Ende August vergangenen Jahres beim "Get Loaded In The Park"-Dance-Event auf Londons berühmter Clapham-Common-Wiese statt. Bei gleich vier Bühnen in der 88 Hektar großen Parkanlage und zahlreichen nahe gelegenen Wohngebieten achteten die Behörden penibel auf den Lärmschutz.

"Das Festival hat sehr strenge Lärmschutzauflagen, aber dank der Verwendung von Yamaha-DMEs mit Dante-MY16-AUD-Karten konnten wir trotzdem vier vollkommen voneinander unabhängige Bühnen betreiben", so Kieran. "Gleichzeitig gab es im Dante-Netzwerk einen zentralen Punkt, wo die Signale aller Bühnen zusammenliefen, und wo Lärm-Kontroll-Messungen erfolgen konnten."

Im Zentrum des Netzwerkes konnten Keiran und sein Team die Speisungen aller vier Bühnen mit Smaart-Software in Echtzeit analysieren. "Außerdem konnten wir den Gesamt-Pegel jeder Bühne justieren, um die Lärmschutzvorschriften einzuhalten, ohne dass sich jemand an den Mischpulten darüber den Kopf zerbrechen musste." Die FOH-Ingenieure hatten nichts davon mitbekommen, sodass sie sich voll auf die Mischung der Liveacts konzentrieren konnten.

"Ich glaube, dass zum ersten Mal ein solches integriertes Audionetzwerk bei einem Festival verwendet wurde", sagt Keiran. "Wir erreichten dadurch außerhalb des Geländes die niedrigsten Schalldruckpegel, die je bei einer 'Get Loaded In The Park'-Veranstaltung gemessen wurden, was die genehmigenden lokalen Behörden natürlich sehr glücklich machte."

Darüber hinaus hatte dank des Dante-Netzwerkes jede Bühne einen eigenen Multiband-Kompressor, der dauerhaft in Betrieb war und mit dem der Gesamt-Sound sehr behutsam eingestellt werden konnte.

"Es ist grundsätzlich ein wenig subtiler, ein bestimmtes Frequenzband zu komprimieren, als es einfach herunterzuregeln. Weil wir diverse Steuerdaten schicken konnten, hat sich auch der Sound bemerkenswert verbessert. Und wir hatten eine direktere Kontrolle darüber", sagt Kieran.

"Auf dem Gelände haben wir Glasfaserkabel mit insgesamt eineinhalb Meilen Länge (ca. 2400m) verlegt. Es wäre unpraktisch gewesen, zwei oder drei Netzwerke zu verwenden, um Audiosignale und andere Daten separat verschicken zu können. Mit Dante wurde das alles einfacher, effizienter, und die Steuerung direkter."

Neben den Dante-Karten trugen auch die Yamaha-DME-Hosts einen wichtigen Teil zum Erfolg des Systems bei.

"Dank DME sind solche Systeme einfach zu bedienen und auch die Einrichtung geht leicht von der Hand. Eine solche Anlage ist ausgesprochen schlank, und man kann auf völlig unkomplizierte Weise Bedienoberflächen erstellen, ohne sich lange mit der Grafik herumschlagen zu müssen", weiß Kieran.

"Durch die Kombination einer DME mit dem Dante-Protokoll ergibt sich ein sehr unkompliziertes Netzwerk. Ich hoffe, dass dadurch auch die Einrichtungsvorgänge anderer Audionetzwerke ein wenig entmystifiziert werden. Je weniger 'schwarze Magie' dabei zu sein scheint, desto eher wird die Technologie angenommen, und es wird immer mehr Leute geben, welche sich das bemerkenswerte Leistungsvermögen und die Flexibilität, die Audionetzwerke zu bieten haben, aneignen wollen", glaubt Keiran.

Zu jeder Dante-MY16-AUD-Karte gehört eine Lizenz für Audinates Dante Virtual Soundcard, eine Software, die es jedem PC oder Mac erlaubt, als vernetzte Signalquelle oder als Ziel-Audiogerät zu fungieren. Der Computer kann so - eine darauf installierte DAW-Software vorausgesetzt (die meisten Typen eignen sich) - ohne zusätzliche Hardware als Recording-Plattform verwendet werden.