Lawrence White ist zwar erst seit Dezember 2003 Cheftonmmeister bei der Cork Opera, sein Einfluss jedoch ist jetzt schon immens. „Wir haben eine alte DeltaMax-PA, die eigentlich in Ordnung ist, aber als ich anfing, brauchte die Oper dringend ein neues Pult.“ Die Entscheidung fiel letztendlich zugunsten eines Yamaha DM2000 aus, und die Überlegungen, die dazu führten, sind sehr interessant.
„Als Erstes war für uns die einfache Einstellung ein wichtiges Kriterium“, so White. „Das Patching konnte stark reduziert werden, da wir viel weniger Outboard-Geräte benötigen. Außerdem weist das Pult einen hohen Automatisierungsgrad auf, was für die Theaterarbeit sehr praktisch ist. In einer Aufführung gibt es meist unzählige verschiedene Szenen, und viele Mikrofon-Kanäle müssen schnell ein- und ausgeschaltet werden.“ White kommt ursprünglich aus Simbabwe und konnte in Südafrika umfangreiche Misch-Erfahrungen im Studio und bei Live-Veranstaltungen sammeln.
„Wir haben zum ersten Mal mit einem DM2000 gearbeitet, als wir im April eine Produktion von The Sound of Music bei uns hatten, und er hat uns überzeugt.“ White ist aber noch aus anderen Gründen begeistert. „Ich habe bei einer Hamlet-Produktion den Sound mit einem gemieteten O2R96 gemischt und mich daher mit dem Betriebssystem vertraut gemacht. Dann hatten wir eine Produktion von Stomp und der Techniker arbeitete mit dem DM2000. Er ließ mich ein bisschen damit herumexperimentieren. Es hat mir großen Spaß gemacht. Daher haben wir für The Sound of Music zusätzlich den DM2000 angeschafft.“
Wie war der Wechsel zur digitalen Technik für Sie? Sie haben ja bisher vor allem im Theater und im Studio gearbeitet. „Das war kein großes Problem. Eigentlich war der Plan hier am Theater, ein neues analoges Mischpult anzuschaffen, aber ich habe mich für eine digitale Lösung stark gemacht. Ich habe darauf hingewiesen, das wir beim Kauf eines analogen Pults auch noch Geld für Effekte und dynamische Steuerungen investieren müssten.“ Damit lässt sich jede Budgetverwaltung überzeugen.
White installierte das neue Pult, das von A.C. Lighting in Leeds bereitgestellt wurde, im Mai. „Ich installierte auch die neue Softwareversion 2.0 auf dem Pult und fügte noch das neue AD8HR, das fernsteuerbare 8-Kanal-XLR-Input-Modul, hinzu. Dadurch können wir von noch größerer Flexibilität profitieren.“
Aber die einfache Bedienung und die benutzerfreundlichen Funktionen waren nicht die einzigen Überlegungen von White, die zu dieser Entscheidung geführt haben. „Bei meiner Arbeit in südafrikanischen Studios sah ich 1991 oder 1992 zum ersten Mal die digitalen Mischpulte von Yamaha. Keine Firma konnte mehr Erfahrungen bei digitalen Mischpulten sammeln, die für den Live-Mix eingesetzt werden. Deswegen war ich mir sicher, dass 12 Jahre später alle Fehler ausgemerzt sein würden.“ Sie haben jetzt schon eine Weile mit dem Pult gearbeitet. Meinen Sie, dass es sein Geld wert ist? „Wenn man bedenkt, was das DM alles kann, auch wenn man die alte Softwareversion 1 verwendet... wie viel kosten 96 einzelne Kompressoren?“ Ein überzeugendes Argument.
Eine Produktion von Man of la Mancha wird Whites zweite Gesamtproduktion. Hat er irgendwelche Bedenken bei dieser Aufführung? „Nein, und ich werde diesmal sogar neue Funkmikrofone ausprobieren. Das Pult ist äußerst zuverlässig, bislang sind keine Verzögerungen oder andere Störungen aufgetreten. Ich freue mich schon darauf.“