„Es ist ein Live-Mischpult, ein Studio-Mischpult und alles, was dazwischen liegt“, sagen die Sound-Designer.
In Anbetracht der furchtbaren Tragödie, die sich in diesem Jahr in Madrid abspielte, kommt die Veranstaltung namens Forum Barcelona 2004 gerade zum rechten Zeitpunkt, um daran zu erinnern, dass Spanien eine ganz andere Weltanschauung zu bieten als die der Terroristen. „Beim Forum Barcelona 2004 werden die unterschiedlichen Kulturen gefeiert“, steht auf der Website. „Die kulturellen Unterschiede sollen hier aufgezeigt, diskutiert und mit einer Vielzahl von Medien gefeiert werden. Dazu gehören Theaterstücke, Konzerte, Diskussionsrunden, Lesungen usw. Am Ende des Forums werden sämtliche Informationen, die hier zusammengetragen und diskutiert wurden, in Büchern und wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht.“
Eine anspruchsvolle und auch lobenswerte Aufgabe, denn es ist nicht einfach, den geäußerten Zielen Gestalt zu geben sowie die Talente und Fähigkeiten, die für die Umsetzung nötig sind, einzusetzen. Das Forum findet im Wesentlichen in einem ganz neu bebauten Gebiet statt (früher Brachland), das zwischen Barcelona und Sant Adrià de Besòs liegt und sich zu einem riesigen Kulturzentrum entwickelt. Der Hauptveranstaltungsort ist ein auffälliger, moderner Bau, ein dreieckiges Gebäude, das einfach „das Forum-Gebäude“ genannt wird und in diesem Jahr vom spanischen König Juan Carlos eingeweiht wurde. Darin befindet sich der Hauptkonzertsaal mit 3.200 Sitzplätzen.
Die Installation wurde im Wesentlichen von der Firma AGE Control aus Barcelona ausgeführt, die ein Cobranet-Signalverteilungsnetzwerk einbaute. Audioscan, Spezialist für Elektroakustik, war für das Beschallungssystem verantwortlich (mit Ausnahme des Lautsprechersystems) und Carlos Piqueras agierte als Leiter des Audioscan-Team. „Von uns stammt die gesamte Technik für die Audio- und Videogeräte im Forum Auditorium sowie für die sonstigen Anforderungen im Rest des Gebäudes. Wir haben uns für das Yamaha PM1D entschieden, weil das Gerät zu den flexibelsten Mischpulten überhaupt gehört. Es kann sowohl als Studio- als auch als Live-Mischpult konfiguriert werden und auch für alle Zwischenstufen. Außerdem wollten wir vermeiden, dass analoge Audioleitungen von der Bühne zum Abhörraum verlaufen. Das waren für uns die wichtigsten Aspekte.“
Das PM1D ist im Abhörraum installiert und stammt von Yamaha Hazen Música S.A. aus Madrid. Alberto Leiva, Pro Audio-Marketingmanager des Unternehmens, sagte dazu: „Das PM1D wurde aufgrund seiner außerordentlichen Zuverlässigkeit – in Spanien ein besonders überzeugendes Verkaufsargument – sowie seiner Flexibilität, Klangqualität und seiner Kompatibilität mit Geräten unterschiedlicher Hersteller ausgewählt.“ Piqueras fügt dem noch hinzu: „Wir brauchten außerdem ein flexibles Mischpult, das sich für Konzerte, Diskussionsrunden, Lesungen und Theaterstücke gleichermaßen eignete.“
„Das gesamte Audiosystem – unter Verwendung von Martin Audio-Lautsprechern – war sowohl für analoge als auch digitale Einsatzmöglichkeiten ausgelegt. Den Großteil der Zeit arbeitet das System digital (einschließlich die Verbindung zwischen Bühne und Verstärkerraum), doch wenn etwas nicht richtig funktioniert oder ein Gerät ausfällt, dann kann das System problemlos in den Analogmodus geschaltet werden. Im Vergleich mit ähnlichen Mischpulten macht das PM1D wirklich einen Unterschied. Es ermöglicht die DSP-Verarbeitung in allen Kanälen, Gruppen usw., und die Output-Karte spielt überhaupt keine Rolle. Piqueras war ganz in seinem Element. „Es ist äußerst nützlich, die DSP-Einheit in der Nähe der Bühne zu haben, und das System lässt außerdem viele andere Ein- und Ausgänge im Abhörraum oder an der Front-of-House-Position zu. Ein weiteres Kriterium, das für PM1D spricht, ist die große Menge an Kanälen, die das System bewältigen kann, mit unterschiedlichen Anforderungen und einer flüssigen Ereignisprogrammierung. Dank dieser Flexibilität kann das System mühelos auf praktisch alle Anforderungen reagieren.“
Doch Piqueras hatte auch seine Schwierigkeiten, die hier nicht verschwiegen werden sollen. „Für mich ist es schwer, das System zu konfigurieren, weil die Informationen, die Yamaha den Technikern bietet, zwar kommerziell gesehen ganz nett sind, aber für die Techniker nicht viel taugen.“ Solche Kommentare werden bei Yamaha mit Fassung getragen und unmittelbar in Verbesserungen umgesetzt. „Diese Probleme wurden schnell gelöst, nachdem die technische Abteilung von Hazen Música verstanden hatte, was ich erreichen wollte.“
Das Forum läuft das gesamte Jahr über, und die Kernthemen sind kulturelle Vielfalt, nachhaltige Entwicklung und Bedingungen für den Frieden.
Audioscan wurde vor etwa 20 Jahren gegründet, und das Unternehmen versteht sich hauptsächlich als Berater für Akustik- und Soundsysteme. Audioscan wird von Antonio Carrión Isbert geleitet, der Autor von „Acoustic Design of Architectural Spaces“ ist. Derzeit ist er Lehrbeauftragter für Akustik an der Technischen Universität von Katalonien im Fachbereich Signaltheorie und Kommunikation.
Weitere Informationen im Internet:www.audioscan.es
Mehr über Hazen Música erfahren Sie unter www.yamaha.es