YAMAHA PA-Anlage im Expo-Dome und in der Expo-Hall


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Auf der Weltausstellung 2005 in Aichi wurde eine optische Übertragungs-Anlage für Yamahas professionelles Audio-Equipment und CobraNet™ von Cirrus Logic eingeführt.

Die Firmen Yamaha (10-1 Nakazawa-cho, Hamamatsu-shi, Shizuoka-ken; Ito Shuji, President) und Cirrus Logic (2901 Via Fortuna, Austin, Texas, 78746; David French, President und Chief Executive Officer) haben nun Details über die mit Yamaha-Pro-Audio-Equipment ausgestatteten Soundsystemlösungen des Expo-Domes und der Expo-Hall bekannt gegeben. Die beiden Gebäude wurden am 25. März 2005 im Rahmen der Weltausstellung eröffnet.

[ Hauptsystem Expo-Dome ]
Beim Expo-Dome handelt es sich um eine halbüberdachte Eventhalle mit 35m Höhe an ihrem höchsten Punkt, 104m Querschnitt in der Kuppel, 93m Breite und einer 35m breiten Bühnenfront. Der Dome verfügt über 2.000 feste und 1.000 bewegliche Zuschauerplätze. Die Beschallungs-Anlage im Expo-Dome verwendet zahlreiche Spitzengeräte aus Yamahas Pro-Audio-Sortiment – inklusive eines optischen Glasfaser-Übertragungssystems, welches für ein extrem klares und hochkarätiges akustisches Umfeld sorgt.
Zwei PM1D-Digitalkonsolen werden im Herzen des Soundsystems als Mischpulte verwendet. Während sich das eine Pult dem FOH (Front Of House) widmet, übernimmt das zweite stage right (am rechten Bühnenrand von der Bühne aus gesehen) den Monitor-Mix.
Das PM1D-System besteht aus einer Steuerkonsole (CS1D), Input/Output-Equipment (AI8/AO8/DIO8), und einer DSP-Engine (DSP1D), in der alle Audio-Berechnungen vonstatten gehen. Alle diese verschiedenen Geräte können mit einigem Abstand zueinander platziert werden und liefern einen extrem klaren Sound. Unerwünschte Nebeneffekte wie Stromverlust oder Übersprechung, die mit analoger Übertragung einhergehen, werden somit vermieden.
Bei der Anlage im Expo-Dome sind die DSP-Engine stage right (rechts an der Bühne von der Bühne aus gesehen) und die Abhörkonsole zusammen mit jeder Input- und Output-Einheit für die Inserts via optischem Kabel unter Verwendung von Riedels zugehörigem optischen Interface "ARTIST1D" miteinander verlinkt. Auf diese Weise entstand das weltweit erste PM1D-basierte optische Übertragungssystem.
Weitere optische Kabel und analoge Multicores sind so untergebracht, dass die PA-Boxen neben dem Abhörraum von drei anderen Orten aus konfiguriert werden können. Da das PM1D über 24 Grafik-EQs und acht Effektgeräte verfügt, bleibt um das Pult herum sehr viel Platz, was den Transport von CS1D und ARTIST1D vom Abhörraum für Outdoor-Mischaufgaben nach draußen erleichtert.
Die Outputs der Anlage werden über eine DME64N Digital Mixing Engine verwaltet. Diese programmierbare DSP-Box regelt die gesamten Routing- und Signal-Bearbeitungs-Aufgaben außerhalb des Mixers auf dem Weg zu den Endverstärkern sowie die Lautsprecher-Bearbeitung. Während solche Anlagen in der Vergangenheit zahlreiche Geräte erfordert hätten, können DMEs als Output-Prozessoren den ganzen Job mit nur einer oder zwei Einheiten erledigen. Mit Hilfe einer DME können unnötige AD/DA-Wandlungen verhindert und die meisten Probleme, die durch Hardware-Fehler hervorgerufen werden, ausgeschaltet werden, was zu einer hohen Audioqualität und Zuverlässigkeit des gesamten Systems beiträgt. Auch wenn nur ein einzelnes Gerät für die Lautsprecher-Bearbeitung und die Schallfeld-Entzerrung eingesetzt wird, können ausgewählte Parameter gesperrt und so nur für den Systemadministrator zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise werden sowohl Sicherheit als auch Nutzen der DME erhöht.
Die Endverstärker der PC-N-Serie (inzwischen abgelöst von der PC-1N-Serie) liefern einen kristallklaren Sound und können über ein Netzwerk bedient werden. Mit Hilfe der ACU16-C-Verstärker-Steuereinheit werden die Endverstärker überwacht und deren Betrieb ferngesteuert. So werden im Zusammenspiel mit der DME-N die Vorteile eines Netzwerkes bei der Beschallung voll ausgespielt.
Zwar stammen die Lautsprecher für diese Anlage von einem anderen Hersteller, doch Yamaha hat bereits bei der jüngsten Ausstellung der (National Systems Contractors Association) in den USA eigene geeignete Systeme vorgestellt. Sie sollen diesen Herbst in den Verkauf gehen.

[ Expo-Dome Sound Performance System ]
Zusätzlich zur zentralen Beschallungsanlage verfügt der Expo-Dome über ein so genanntes Sound Performance System. Diese Anlage erlaubt sowohl die Wiedergabe von 5.1-Surround-Sound als auch die von dreidimensionalem "Octaphonic"-Sound, auf den Yamaha ein Patent hat. An zehn Orten aufgestellte Lautsprecher-Cluster geben von DME64N- und DME24N-Engines optimierte Signale wieder. Diese widmen sich der Output-Bearbeitung bezüglich Crossover, EQ und Delay. Die Endverstärker der PC-N-Serie dienen der Übertragung von klarem, kraftvollem Sound.

[ Expo Hall ]
Bei der Expo-Halle handelt es sich um eine geschlossene Halle mit einem Fassungsvermögen von 440 Personen. Sie wird fast täglich für Tages-Veranstaltungen der teilnehmenden Länder und Firmen genutzt.
Im Gegensatz zum Expo Dome, wo das revolutionäre Digitalmix-System PM1D seinen Dienst verrichtet und die gesamte Abwicklung am Rande der Bühne stattfindet, wurde die Expo-Halle für einen All-In-One-Mixer angelegt. Dieser befindet sich im Zentrum einer topaktuellen Soundanlage und vernetzt die Audio- und Steuersignale via CobraNet-Technologie, den Weltstandard für "Digital Audio Networking".
Zwei PM5D-Digitalmixer bilden das Herz der Soundanlage. Einer befindet sich für FOH-Anwendungen (Front Of House) im Abhörraum, der zweite für den Monitormix auf der rechten Bühnenseite. Die Output-Bearbeitung wird von drei digitalen Mixing-Engines, zwei DME64N und einer DME24N, durchgeführt.
Die von der DME64N – sie agiert im Abhörraum als Matrix-Erweiterung – und dem PM5D gemixten Audiosignale werden (ohne AD/DA-Wandlung) via CobraNet-Technologie zu einer weiteren DME64N übertragen, die auf der rechten Bühnenseite neben dem Verstärker-Rack platziert wurde. Wird in bestimmten Fällen die Monitoranlage nicht bedient, können die Audiosignale via aktiviertem CobraNet-Netzwerk zu dieser anderen DME64N geschickt werden, die als Prozessor für die Monitorboxen herhält. Diese Art der Installation, die in der Vergangenheit einen enormen Verkabelungsaufwand erfordert hätte, kann heute durch die optische Übertragung der CobraNet-Technologie ausgeführt werden, inklusive der zusätzlichen Vorteile, die durch die Kontrolle und Steuerung der zuvor erwähnen PC-N-Leistungsverstärker und der DME-Mixing-Engines entstehen. Dies zieht eine enorme Reduzierung des Aufwands bei der Verkabelung nach sich.
Das an der Bühnenseite platzierte PM5D wurde mit Hilfe zweier D-Sub-Kabel mit einer DME64N verbunden, die als Prozessor für die Monitor-Lautsprecher fungiert. Dies erlaubt nicht nur die Verbindung der Audiosignale, sondern die Fernsteuerung der DME64N von der Bedienoberfläche des PM5D-Mixers aus, da diese als Erweiterung für Output-Processing verwendet werden kann.
Zusätzlich ist in der Expo-Hall auch Wireless LAN installiert, was ermöglicht, die DME64N von einem Tablet-PC aus zu bedienen. So können Einstellungen vorgenommen werden, während man direkt vor den Monitor-Lautsprechern steht. Die PC-N-Leistungsverstärker an der Bühnenseite können mit Hilfe der ACU-16C-Bedieneinheit und CobraNet-Technologie vom Abhörraum aus bedient und abgehört werden.

[ Bei der Weltausstellung 2005 verwendetes Yamaha Pro-Audio-Equipment]


PM1D Digitalmix-Anlage

ARTiST1D
Riedel Optisches Interface (für PM1D)

PM5D Digitalmischpult

PM5D-RH Digitalmischpult

DME24N (oben) und DME64N (unten)
Digital Mixing Engines

PC-1N Leistungsverstärker-Reihe

ACU16-C Amp-Bedieneinheit

NHB32-C Netzwerk-Hub/Bridge

MY16-C CobraNet™ Interface-Karte
*unterstützt PM5D(-RH), DME64N, DME24N, etc.

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