Ein historisches Stockholmer Theater braucht dank modernster Yamaha-Technik keine Dramen mehr zu fürchten


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Schwedens Kungliga Dramatiska Teatern (Königliche Theaterbühne) blickt auf eine lange, komplexe Geschichte zurück. Das Haus wurde bereits 1788 von König Gustav III errichtet und zog nach ereigneisreichen 120 Jahren 1908 in die heute noch aktuelle Spielstätte, ein Art-Nouveau-Gebäude im Stockholmer Stadtteil Nybroplan.

Seitdem hat sich das Dramaten beachtlich weiterentwickelt. Seine sechs Bühnen (fünf im Haus selbst und eine in der Außenstelle in Östermalm) wurden überholt und mit Yamaha-Equipment ausgestattet. Seitdem können sich die Zuschauer in diesem historischen Gebäude an den Vorzügen einer modernen Audioanlage aus dem 21. Jahrhundert erfreuen.

Im Zentrum der Anlage an der Hauptbühne befinden sich mehrere digitale Mixing-Engines vom Typus Yamaha DME24N, DME 32 und DME64N, die beiden Mischpulte DM2000 und DM1000, diverse Yamaha-AD824- und -DA824-Wandler sowie eine ganze Palette Yamaha-Endstufen (10 x PC4800N, 6 x P2160, 3 x PC4801N und 2 x PC2602M), die eine Kombination aus Meyer- und L-Acoustics-Lautsprechern betreiben.

"Im Herzen der Hauptbühne befindet sich ein klimatisierter Verstärker-Raum, wo sich alle Endstufen, die DMEs und mehrere ADDA-Wandlereinheiten befinden", erzählt Stephanie Burberry, Toningenieurin für die Hauptbühne. Die Konsolen stehen an zwei verschiedenen Standorten. Das DM1000 wird von einem Inspizienten bei Vorstellungen verwendet, die mit Stage-Research-SFX-Software vorprogrammiert wurden. Vom Mix-Standort aus werden MIDI-Befehle benutzt, um DM1000 und DME64N zu bedienen.

"Das System funktioniert sehr gut automatisch und kann von Leuten ohne soundtechnische Vorbildung bedient werden", so Stephanie. Das schaffe bei kleineren Produktionen viel Freiraum. Das DM2000 steht für aufwändigere Vorstellungen am FOH-Platz und wird von einem Tontechniker bedient. "Diese Stücke verwenden neben dem Livesound zudem vorbereitete Effekte", erklärt Stephanie.

"Auf allen größeren Bühnen üben wir tagsüber das eine Stück ein und spielen ein anderes am Abend. Die Möglichkeit, Einstellungen für die jeweilige Vorstellung speichern und unmittelbar wieder aufrufen zu können, ist für uns von zentraler Bedeutung. Tatsächlich versetzt uns diese Anlage theoretisch in die komfortable Lage, auch mehrere verschiedene Vorstellungen an einem Tag aufführen zu können."

Die DME64N wird gemeinsam für FOH und Bühnenmonitoring verwendet. Die DME32 steuert 24 Surround-Lautsprecher im Zuschauersaal. "So habe ich die Freiheit, die Lautsprecher hier entweder als Delayline oder als Stand-Alone-Lautsprecher für verschiedene Effekte zu benutzen. Weil wir die Yamaha-DMEs benutzen, muss auch keiner im Verstärker-Raum irgendwelche Hardverpatchungen ändern."

Auch Dramatens Bühne 1 (Lilla Scen) verfügt über eine große Yamaha-Anlage, zu der eine DME32N-Mixing-Engine, eine DM1000-Konsole, AD824-, DA824- und AD8HR-Wandler sowie mehrere Yamaha-Leistungsverstärker (PC6501N, PC2002M, P2250 und XM6150) gehören.

"Wir haben uns bei den Mischpulten, Matrizen und Preamps für Yamaha-Geräte entschieden, weil der Wechsel von einer Bühne zur anderen besonders einfach ist", erklärt Stephanie weiter. Über die Standardisierung von Equipment könnten die Konstrukteure und Techniker problemlos an allen Bühnen arbeiten, ohne verschiedene Betriebssysteme oder Produktbauarten im Kopf behalten zu müssen.

Die anderen drei Bühnen im Haupthaus verfügen ebenfalls über Yamaha-Equipment. Bühne 2 (Målarsalen) hat eine DM1000-Konsole mit PC2602M- und PC6501N-Endstufen, Bühne 3 (Tornrummet) eine Yamaha-03D-Konsole und Bühne 4 (Lejonkulan) ein DM1000-Pult sowie Endstufen vom Typus P2250, PC2002M und PC2602M.

"Wir brauchen für unsere kleineren Bühnen keine Matrizen. Es findet dort immer nur eine Vorstellung statt, bei der für jedes einzelne Stück alles auf- und wieder abgebaut wird", so Stephanie weiter. "Außerdem benutzen wir DM1000- und DM2000-Pulte auf Touren. Sie sind prima dafür. Wir können die Pulte auch für eine Vorstellung leihen und einfach an jeder Spielstätte alle Einstellungen für das Stück laden. So sparen wir enorm viel Zeit."