Komplett-Sanierung für das Shimmer Cabaret im Hilton, Las Vegas


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Yamaha DM2000 und NEXO-Lautsprecher liefern für das Upgrade den Sound

BUENA PARK, Kalifornien, USA. — Vor fast drei Jahren wachte Cheftechniker Michael Beyer über die Installation zweier Yamaha-PM1D-Konsolen an einer der bekanntesten Bühnen von Amerikas Vergnügungsmetropole Las Vegas: dem 1.700 Zuschauer fassenden "Theater At The Hilton". Der Einbau der Digitalkonsolen setzte einer seit langem andauernden Komplett-Sanierung die Krone auf. Schon 1998 hatte man die Bühne ausgetauscht, die Bestuhlung umgestaltet und eine neue AV-Infrastruktur geschaffen (A/V = Audio/Video) - und selbst in den Jahren davor wurde schon fleißig am neuen Outfit gefeilt. Inzwischen haben selbst die noch gar nicht so alten PM1D-Konsolen noch eine Modernisierung auf die Software-Version-2 erfahren, wodurch der Funktionsumfang des ohnehin schon extrem vielseitigen Digital-Flaggschiffes nochmals erweitert wurde. Gebaut wurde die Vergnügungs-Bühne ursprünglich für den "King" Elvis Presley, der hier bei mehr als 800 Auftritten seine Hüften schwang.

Den "Wechsel" zelebiert hier die Besetzung von "Menopause". Das Musical im Shimmer Caberet, Hilton, Las vegas, konnte dank einer Yamaha-DM2000-Konsole und einem Lautsprechersystem von NEXO klar und deutlich verstanden werden.

Beyers Know-how war erneut gefragt, als kürzlich das 375 Sitzplätze umfassende Shimmer Cabaret eine neue Soundanlage bekam. Das Ausmaß dieser Erneuerung wurde von anderen, simultan stattfindenden Projekten in der Räumlichkeit stark beeinflusst. "Wir wollten die FOH-Konsole erneuern", so Tony Tauber, Technischer Direktor des Hiltons. "Zur gleichen Zeit jedoch dachten wir auch über ein Redesign des Raumes nach und bereiteten uns für eine neue Show vor: 'Menopause: The Musical'. Bei der neuen Konsole entschieden wir uns für ein Yamaha DM2000." Nachdem Tauber und Entertainment-Direktor J. Eric D'Richards eine Präsentation des Setdesigns gesehen hatten, richtete sich ihre Aufmerksamkeit auf das Lautsprechersystem des Raumes, das aus Boxen bestand, die in die vorn auf zwei Metern abgehängte Decke am Proszenium eingelassen worden waren und von einem beigen Gitterstoff bedeckt wurden.

 "Wir merkten, dass wir Platz gewinnen konnten, indem wir den Deckenkasten entfernten und stattdessen einen gewölbtes Proszenium bauten sowie Linearrays anbrachten", so Tauber. Cheftechniker Beyer begleitete den Vorgang. "Ich sah mich um und wusste: Wow, wenn ein Raum nach einem Linearray schreit, dann dieser." In Beyers Bemessungen flossen auch die Ausmaße des Shimmer Cabarets mit ein: ein Raum von der Form eines Tortenstücks mit der Bühne am schmaleren Ende und Rängen, nicht sehr tief, aber relativ groß und geeignet für eine Stereobeschallung.

Tauber und D'Richards fanden eine Möglichkeit, wichtige Veränderungen bei der Raumausstattung, bei der Soundanlage und bei den installierten Gerätschaften in einem stark komprimierten Zeitrahmen vorzunehmen, deren Planung und Ausführung für gewöhnlich Monate dauern würde. "Statt bis zum dritten Quartal 2006 zu warten, haben wir entschieden, die Sache gleich anzugehen", so Tauber.

 "Menopause" ging noch mit der in die Decke eingelassenen Lautsprecher-Altlast und zwei Stacks seitlich der Bühne in die Produktionsphase. Dieser Zustand wurde jedoch binnen weniger Tage durch ein Nexo-Linearray-System in Vertical-Tangent-Anordnung beendet. Die Arrays bestehen aus sieben Nexo- GEO-S805-Systemen pro Seite, einer S830 an der Unterseite eines jeden Clusters und zwei CD12-Hypernieren-Subwoofer pro Seite. Zwei Nexo-NX-242-TDs, einer für die Linearrays und einer für die Subs, kümmern sich um die Verstärkersteuerung und die akustische Anpassung der einzelnen Nexo-Geo-Systeme. Außerdem fungieren die Nexo-Controller als Frequenzweiche. Vier Yamaha-PC9501Ns versorgen die Anlage mit Leistung - und zwar teilen sich jeweils zwei einen Cluster. Die Subwoofer verfügen selbst über Endstufen. Gemixt wird auf einem Yamaha-DM2000, das sich hinter der Rang-Bestuhlung befindet.

Beyer hatte durchaus noch andere Hersteller im Visier, alle exzellent, wie er selbst betonte, aber eben nicht ideal für diesen Raum. "Ich hielt Ausschau nach einem 1100er- oder 1200er-Pattern auf der Horizontal-Ebene für unten - und je weiter man im Array nach oben kommt, desto enger sollte das Pattern werden, so 800 bis 900 für den Rang, der ja logischerweise viel weiter entfernt ist. Wo andere Produkte nicht so flexibel sind, können die Nexo-Boxen beides. Auf der Horizontalebene können die Nexos asymmetrisch nachjustiert werden, indem man auf der einen Seite des Horns den Beschlag verstellt, um den Abstrahlwinkel zu verengen", so Beyer.

 "Ein Nexo-Rig erlaubt einem, die Amplitude vom Nahfeld bis zum Fernfeld mit verschiedenen vertikalen Patterns einzustellen. Nexo-S805-Boxen haben einen vertikalen Abstrahlwinkel von 50 Grad, es gibt aber auch die S830er, die wir ja einmal pro Cluster haben, mit 30 Grad. Was für eine Erfindung! Anstatt mit sechs Boxen und sechs Sätzen Treibern die Leute im Nahfeld zunächst aus den Sitzen zu blasen, und dann zu versuchen, ohne Verluste im Frequenzgang die Lautstärke herunterzukriegen, kommt da jemand daher mit einer einzigen Box und einem einzigen Treibersatz, was die Nahfeldlautstärke absenkt, aber trotzdem für eine ausreichende Beschallung sorgt. Das ist keine Zauberei, sondern total logisch. Einfach Physik. Wenn etwas logisch ist, spricht es mich an", schwärmt Beyer.
Die Größe der Boxen sei ein weiterer Aspekt im Cabaret gewesen, fährt Beyer fort. "Als wir den Deckenkasten rausgerissen haben, war ich mit dem Setdesigner am Werke und erzählte ihm, dass wir Linearrays einbauen werden, und zeigte ihm auch, wo. Er machte sich Sorgen, dass sie die Sicht versperren könnten. Also erzählte ich ihm, dass die Breite der PA nur 43 Zentimeter misst - und quasi unsichtbar ist. Ich denke schon, dass er mir in jenem Moment geglaubt hat, aber so richtig überzeugt war er erst, als wir die Arrays ein paar Wochen später aufgehängt haben, gedeckt von einem schwarzen Velours mit 50% Sättigung. Er war begeistert davon, wie unauffällig sie waren, und bei gedimmtem Licht konnte er nicht einmal sagen, wo sie sich befanden. Nachdem wir das System eingeschaltet und uns quer durch den Raum bewegt hatten, war die Belegschaft der 'Menopause' ausgesprochen verblüfft. Sie waren der Meinung, sie hätten eine überdimensionale Version der bestklingenden Stereoanlage überhaupt zu Gehör bekommen. Die Abbildung und die Stimmigkeit des Signals wären absolut erstaunlich gewesen. Dies zeigte einen weiteren Vorteil des Systems, den man mit einem großen und breiten Array nicht erreichen kann: eine unheimlich kleine und kohärente Punktsignalquelle!"

Die einzigen ergänzenden Lautsprecher, die Beyer und sein Team brauchten, waren ein paar Yamaha-IF2005-Systeme für den hinteren Teil des Raums im Bereich unter dem Rang. "Ansonsten war die Abdeckung durch die Beschallung perfekt. Die Vorhersagen in den Software-Schaubildern waren fast auf dem Punkt. Ich konnte mich bis zu einem halben Meter von den Außenwänden wegbewegen, sodass man gerade so den Roll-off des High-ends hören konnte. Das ist wirklich perfekt." Beyer entschied sich für 120°-Patterns bei den drei Bodenboxen und für 80° bei den oberen fünf.

 "Wir haben aus Sicht-Gründen, und weil der Raum es erforderte, die Subs auf der Bühne gestackt. Aber wir haben sie auf Gestelle gestackt, die von dem sehr talentierten Hausschweißer gebaut wurden. Er fertigte auch rollfähige Rahmen für die PM1D für die hiesige große Bühne. Die Gestelle bringen die CD12-Subs auf eine Höhe von knapp einem halben Meter über dem Bühnenniveau. Sie sind als Bühnenteil gedacht, unter dem man etwas verstauen kann - und die Subs werden so vom Bühnenboden entkoppelt. Die Gestelle hieven die Subs auf eine Höhe so zwischen Boden und unterem Teil eines Arrays - ziemlich genau in der Mitte. Als ich die PA-Laufzeit mit der Sub-Laufzeit abstimmte, an einem Punkt bei der ersten Rangsitzreihe - und an einem Punkt direkt darunter, ergab sich ein Laufzeitunterschied von etwa einer halben Millisekunde. Wenn ich die Subwoofer auf dem Bühnenboden oder darunter platziert hätte, wäre ich mit dem Timing nie so nah herangekommen. Wir haben sozusagen einen 'halb geflogenen' Subwoofer."

Was Beyer auch gefiel, war die Größe der CD12-Subs und die 12''-Chassis. "Die kleinen Dinger sind genau mein Typ und machen mich einfach an. Wenn ich Leuten das System vorspiele, bemerken diese immer, wie toll der Bass ist, wie punchy und tight. Und der Bass geht bis tief hinunter in die 40er (Hz). Dies hier ist ein wirklich schön designtes Boxen- und Controller-System."

Obgleich das Shimmer Cabaret mehr und mehr zu ausproduzierten Shows tendiert, traf man die Entscheidung, die Räumlichkeit nach der 19-Uhr-Vorstellung von 'Memopause' an eine Liveband zu übergeben. Beyer, der aus dem Livetouren-Bereich stammt, ist glücklich über diese Entscheidung. Denn egal, ob Show-Produktion oder Liveband - die Nexo-Systeme machen hier ihren Job einfach gut.