Die Diskothek DON und Pan Music schwören auf Yamaha-Technik


Zurück

Harte Schale, feiner Kern

Von außen betrachtet erscheint die Fabrikhalle kurz vor dem südlichen Ortsausgang Vechtas eher nüchtern. Betritt man aber das bleigraue Gebäude durch die gelb gerahmte Scheibenfront, wird einem alsbald klar, warum die Jugend der 31.000 Einwohner zählenden niedersächsischen Kreisstadt an den Wochenenden in Scharen zur Diskothek DON ("Delight Of Nightlife") pilgert, um die Nacht zum Tag zu machen.

Mit einer großen Portion Enthusiasmus und viel Liebe zum Detail hat DON-Betreiber Andreas Grotegeers eine zehnwöchige Grundsanierung des Gebäudes durchgeführt. Dabei gelang es ihm, den spröden Industriecharakter im Inneren des Gebäudes durch geschmacksicher ausgesuchtes Interieur zu verdrängen: Hölzerne Tresen und rustikale Barhocker strahlen Wärme aus, eine Retro-Tapete im 60ies-Style verbreitet szeniges Ambiente. Viele geschickt angebrachte, golden verzierte Spiegel lassen die Räume großzügiger wirken, während eine topmoderne PA für den rechten Druck in der Magengrube sorgt.

Dabei waren die akustischen Voraussetzungen für einen akzeptablen Sound alles andere als ideal. Flatterechos und Stehende Wellen, hervorgerufen durch den schallharten Beton und durchweg parallele Wände, machten anfangs eine kraftvolle und definierte Beschallung unmöglich. Durch einen absorbierenden Spezialteppich und den gezielten Einsatz von Akustik-Platten in den Übergangsbereichen der drei großen Eventzonen bekam Grotegeers die Probleme jedoch schnell in den Griff, ohne die Kosten explodieren zu lassen.

Während im so genannten 'Main'-Bereich mit der großen Tanzfläche der eigentliche Diskotheken- und Konzertbetrieb an Wochenenden stattfindet, verfügt das DON noch über ein schickes 'Bistro' mit einem langen, gemütlichen Tresen, und den 'Club' mit einer kleineren Tanzfläche, der auch Firmenveranstaltungen oder Geburtstagen offen steht. Alle drei Eventzonen können unabhängig voneinander, aber auch gemeinsam von jeder Zone aus beschallt werden. Zudem können die Audiosignale von überall auf im Eingangsbereich und im WC verteilte Boxen geroutet werden.

Die Technik im Detail

Das gesamte Routing und Lautsprecher-Controlling wird mit einer einzigen DME24N von Yamaha durchgeführt. Die Engine verwaltet insgesamt vier Stereo-Inputs, die von den drei DJ-Mischern in den drei Eventzonen ('Main', 'Club' und 'Bistro') sowie dem Bistro-CD-Player kommen. Im Inneren der DME laufen die frisch digitalisierten Input-Signale auf eine schaltbare Digital-Matrix und werden von dort aus auf Frequenzweichen und Laufzeit-Delays verteilt, um an den Ausgängen der Engine zurückgewandelt und über die Yamaha-Leistungsverstärker am Ende an die Lautsprechersysteme zu gelangen.

Der Verstärkung im 'Main' widmen sich ein Yamaha-P7000S-Amp, der vier Pro-208-Topteile von VMB mit Leistung versorgt, sowie ein P5000S-Amp, der sich weiteren zwei Pro-208-Tops annimmt. Eine Crest-CA12-Endstufe kümmert sich um einen VMB-Subwoofer 218-C2 (2x18'') und zwei VMB-Subs 215-C2 (je 2x 15'').


Abb. 2:Viel Liebe zum Detail: die 'Main'-Tanzfläche

Die Subwoofer im 'Club' - zwei VMB-218-C2-Systeme - bekommen ihre Leistung von einem zweiten Yamaha-P7000S-Amp, während hier die vier Tops (auch VMB-Pro-208) wie im 'Main' an einem Yamaha P5000S hängen.

Eine 100V-PA-4240-Endstufe betreibt zudem die T+M-Boxensysteme, die für Hintergrundmusik im 'Bistro', im WC, am großen 'Main'-Tresen und im Eingangsbereich verteilt sind.

Pan Music - Die Kompetenz hinter der Anlagen-Installation

Installiert wurde die Anlage vom Beschallungs- und Beleuchtungsspezialisten Pan Music aus dem Nachbarort Lohne. Die Firma, seit 1996 von den Brüdern Klaus und Michael Hünteler geführt, ist seit langem ein verlässlicher Partner für Yamaha. Seit mittlerweile zehn Jahren vertreibt, installiert und wartet das Hitech-Unternehmen aus Niedersachsen anspruchsvolle Komplett-Systeme und Systemteile. Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen, wo Personaleinsparungen oft zu einem mangelhaften Support führen, wird hier das Thema 'Kundenservice' nach wie vor kompromisslos ernst genommen.

Michael Hünteler von Pan Music über seine Installation

Michael Hünteler, den wir im DON getroffen haben, ist ein Digitaltechnik-Pionier, wie er im Buche steht. Der Meister der Veranstaltungstechnik benutzt bereits seit den 90er-Jahren Yamahas Digitalpulte für Livemischungen und musste einst viel Spott ertragen. "Die Leute haben mir damals durchaus manchmal einen Vogel gezeigt, wenn ich mit einem Yamaha 02R zu einem Konzert angerückt war. Aber mich hat diese Technik von Anfang an fasziniert." Und mittlerweile weiß Hünteler: Wer zuletzt lacht, lacht am besten: "Die Yamaha-Digipulte waren ja im Vergleich zu den riesigen Analog-Schiffen früher schon nahezu handlich. Außerdem konnte ich diverse Racks externen Equipments zu Hause lassen, musste also bei weitem nicht so viel schleppen."

Heute setzt Michael Hünteler auf Yamahas neue Live-Konsolen LS9 oder M7CL und - wie im Falle des DONs - auf Yamahas Allzweckwaffe DME24N. Früher sei der Digital-Sound natürlich Geschmackssache gewesen, gibt Hünteler zu: "Die ersten Digitalkonsolen hatten gegenüber Analogtechnik klanglich schon Nachteile. Da fehlte ein bisschen Wärme. Aber das ist heute wirklich Geschichte. Yamahas Digital-Equipment klingt fantastisch - extrem analog, sehr musikalisch, aber eben im Gegensatz zu Analogtechnik auch glasklar und rauscharm", schwärmt Michael Hünteler.


Abb. 3. Michael Hünteler von Pan Music

Seine Begründung für die Wahl einer DME24N im DON als Digitalmatrix, Frequenzweiche, Signalprozessor und Laufzeit-Delay ist einfach und prägnant: "Die DME-Engines von Yamaha können einfach alles, ohne Kompromisse. Warum sollen wir zum Beispiel zusätzliche Lautsprecher-Controller verbauen, wenn diese DME24N hier eigene Filter, Frequenzweichen und Laufzeit-Delays hat? Weil die DMEs quasi Alleskönner sind, installieren wir ausschließlich diese Geräte. Keine Ausnahme! Sie sind extrem vielseitig, ganz einfach zu bedienen, klingen wirklich gut und helfen dem Veranstalter, viel Geld einzusparen. Und zwar - ganz wichtig - ohne dass dieser irgendwelche Kompromisse eingehen muss."

Wichtig sei, dass die Versionsnummer des Designers auf demselben Stand wie die Firmware in der DME sei. "Beide Geräte sollten immer gleichzeitig aktualisiert werden. Dann gibt es wirklich gar keine Probleme." Ein weiteres unschlagbares DME-Feature sei die Möglichkeit der Ferndiagnose: "Wenn Andreas Grotegeers im DON eine Änderung wünscht, klinke ich mich einfach über das Internet vom Büro aus in die DME ein und kann vieles von dort aus erledigen. Diese Geschwindigkeit kann im Zweifel von großer Wichtigkeit für den Kunden sein."

Knopfdruck genügt: Betreiber Andreas Grotegeers über seine neue Technik

Fünf Presets wurden für die verschiedenen Anwendungen im DON von den Hünteler-Brüdern vorprogrammiert. "Ich muss je nachdem, was für eine Veranstaltung wir haben, nur zur DME in den Technikraum gehen und die Presets umschalten", so Betreiber Andreas Grotegeers. "Das ist wirklich nicht schwer. Wir haben neben dem Diskotheken- und Clubbetrieb auch Konzerte sowie After-Work- und Firmenevents. Alle hierfür nötigen Einstellungen erledige ich mit einem Knopfdruck."

Auch mit dem Sound der Anlage ist Grotegeers mehr als zufrieden: "Astrein, total super! Muss ich echt mal so sagen! Und nicht nur ich, auch die Gäste und Mieter finden die Anlage richtig klasse und loben sie immer wieder. Toll finde ich auch, dass beim Umschalten der Presets der Sound nicht aussetzt. Michael hat Fades programmiert, damit die Übergänge ganz weich ablaufen. Und wenn ich doch mal zusätzlichen Kick brauche, kann ich an der DME noch +6 dB mehr Pegel geben!"


Abb. 4: Das Rack mit DME24N, einer PA-4240,
vier Yamaha-"P"-Amps und einer Crest CA-12 (von oben)

Zum Schluss führt uns Michael mit lausbübischem Grinsen einen Gimmick vor, welcher mittlerweile das Markenzeichen aller Installationen Pan Musics ist: Wenn kein Musiksignal für die Hintergrundbeschallung anliegt, zirpt aus den Boxen abgespielt vom internen Waveplayer der DME sanftes Vogelgezwitscher - eine nette, augenzwinkernde Botschaft an alle, die den Digitalfreak in den 90ern mit der eingangs erwähnten Geste nicht für ganz voll genommen haben.

Pan Music

Die Firma PAN Music, 1996 von den Brüdern Klaus und Michael Hünteler gegründet, verkauft seit nunmehr über zehn Jahren erfolgreich professionelle Beschallungs- und Beleuchtungstechnik. Das Unternehmen aus dem Oldenburger Land ist zudem als Zwischenhändler für zahlreiche Vertriebe tätig.

Im Laufe der Jahre konnte PAN Music weitere Geschäftszweige ausbilden, die auch den Dienstleistungssektor betreffen. So erarbeitete sich der Betrieb in den Bereichen Installation und Messebau einen hervorragenden Ruf und einen großen wie treuen Kundenstamm, was nicht zuletzt der hohen Zuverlässigkeit PAN Musics zuzuschreiben ist.

Da stets der Handel als Kerngeschäft verfolgt wurde - und nicht etwa Verleih, verfügt PAN Music über eine hohe Akzeptanz bei Vermietungsfirmen aus der Umgebung, unter denen die Lohner nicht etwa als Konkurrenten gesehen, sondern als professionelle Berater und Händler respektiert werden.

Zu den weiteren Betätigungsfeldern PAN Musics gehören die Konstruktion von Sonderlösungen für die Installation, die Vorfertigung von Tour-Equipment sowie die Reparatur von Lautsprechern und Movinglights.

Seit 2005 vertreibt PAN Music exklusiv in Deutschland die Artikel der spanischen Firma VMB, Hersteller professioneller Veranstaltungstechnik (z.B. Lautsprecher, Lautsprecher-Controller) und Marktführer bei Traversenliften (www.VMB-Deutschland.de).

Da bei PAN Music die Kompetenz eines Meisters der Veranstaltungstechnik mit dem Fachwissen eines Elektroinstallateurs vereint wird, kommen Auszubildende der Veranstaltungstechnik hier in den Genuss einer ausgesprochen hochkarätigen Berufsausbildung.