Shoppen gehen rockt, seit Yamaha das Einkaufzentrum Westfield London aufmischt


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Mit einem Audiosystem, dass so manche große Live-Club-Anlage in den Schatten stellt, setzt das neue Einkaufszentrum Westfield im Londoner Stadtteil Shepherd's Bush Maßstäbe. Dank einer Yamaha DME24N-Mixing-Engine und eines M7CL-Digitalmischpultes im Herzen des Systems wird hier nicht nur geshoppt, sondern auch gerockt.

Eine der auffälligsten Einrichtungen am Westfield ist das Atrium, eine große Mehrzweck-Räumlichkeit, die über eine hochprofessionelle technische Anlage für Vorführungen jeglicher Art verfügt.

Die wichtigste Anforderung an das System war Flexibilität. Daher wurde es mit einem umfangreichen Audionetzwerk ausgestattet, das sowohl digitale EtherSound-Technologie als auch herkömmliche Analogtechnik einbindet. Entsprechende Einrichtungen erlauben den Anschluss allen möglichen Equipments im gesamten Bereich, wodurch Vorführungen an verschiedenen Orten des Areals stattfinden können. So ist es möglich, Bühnen am äußersten Ende des Saals aufzubauen, aber auch entlang der Seiten - und für Vorführungen, die sich von einer zentralen Position aus kreisförmig in alle Richtungen wenden sollen, sogar mittendrin.

Den Dreh- und Angelpunkt des Systems bildet eine digitale Mixing-Engine vom Typ Yamaha DME24N. Diese steuert nicht nur das Audio-Netzwerk des Atriums, sondern fungiert dort auch als Schnittstelle zu den weiteren Anlagen, die sich an anderen Stellen im Westfield befinden.

"Wir haben sehr eng mit dem technischen Manager des Westfields, Simon Jones, zusammengearbeitet, der das gesamte Atrium-Projekt betreut hat. Und es gab einige strikte Anforderungen, die wir erfüllen mussten", erklärt Lee Dennison, Projektmanager für die Audio-Installations-Firma Delta Sound.

"Wir benötigten ein System, das mit einer Ansage und einem einfachen Mikro auf einem Ständer ohne Pult genauso gut fertig wird wie mit einer richtigen Produktion samt komplettem Bühnen-Monitoring über die M7CL-Konsole."

"Gleichzeitig brauchten wir etwas als Schnittstelle für die Notfall-Anlage des Gebäudes. Daher kann die große Anlage für Vorführungen automatisch umgangen und bei Evakuierungs-Ansagen komplett gemutet werden. Eine hohe Betriebssicherheit hatte also oberste Priorität."

"Mit der DME24N hatten wir die ideale Lösung gefunden. Das Gerät stellt die nötige Leistung bereit, ist vielseitig genug, sich über digitale und analoge Audiotechnik nahtlos in das System zu integrieren, und man kann es zu guter Letzt auch für das Abspielen von Hintergrundmusik oder eines Playbacks verwenden."

Sämtliche Audiosignale werden durch die DME24N geroutet, die über AES/EBU und eine NAI48-ES-Karte mit der Hauptregie verbunden ist. Ein EtherSound-Netzwerk bindet dort die M7CL-Konsole ein. Diese wird bei Bedarf sowohl für den FOH- als auch für den Monitor-Mix verwendet und greift auf ein NAI48ES-Stagerack mit 48 Inputs und 8 Outputs zu, ausgestattet mit AD8HR- und DA824-Interfaces.

In der anderen Richtung ist die DME via AES/EBU mit den Bühnenmonitoren und dem Haupt-FOH-System verbunden, das aus Lab.gruppen-Amps und einem EM-Acoustics-Linearray besteht.

"Es handelt sich hier um ein hochkomplexes, multidirektionales System", fügt Nick Pemperton, Technical Sales Specialist bei Yamaha, hinzu.

"Wir hatten mehrere Meetings mit Lee und Darren von Delta Sound, um mit ihnen über deren genaue Vorstellungen zu sprechen. Das System sollte bei aller Vielseitigkeit trotzdem preisgünstig bleiben, und da Delta schon viele DMEs an allen möglichen Orten installiert hat, kennen die Leute dort das Leistungsvermögen dieser Geräte genau."

"Die DME erfüllt nicht nur alle hier vorgebrachten Anforderungen, sondern sie belegt lediglich zwei Höheneinheiten im Rack. Überdies wird hier dank der Engine an sich sehr komplexes System kinderleicht über ein Intelligent Control Panel (ICP) gesteuert."

Die Wahl des Mischpults für Vorführungen fiel auf ein M7CL, da das Pult über exzellente Leitungsmerkmale bei geringen Ausmaßen verfügt und auch den Künstlern und Veranstaltern aufgrund seiner hohen Verbreitung bekannt - und somit für sie sehr attraktiv ist.

"Das M7CL ist definitiv das Standard-Mischpult bei mittelgroßen Veranstaltungen", weiß Lee Dennison, Projektmanager bei Delta Sound. "Und wir brauchten natürlich ein Pult, das nicht im Widerspruch zu den technischen Ridern der Künstler steht. Das M7CL ist überall bekannt und erprobt. Und auch mit dem Stagerack haben wir genau das bekommen, was wir brauchen, denn es hakte alle unsere Wünsche schlichtweg ab."

Nick Pemperton fügt hinzu: "Die meisten Soundleute kennen Yamahas Digitalkonsolen - und die Bedienung der Pulte kann überdies sehr einfach erlernt werden. Das M7CL ist ein höchst flexibles Pult, welches sehr wenig Platz einnimmt. Es verfügt über hochkarätige interne Effekte und auch die Klangqualität ist wirklich erstklassig."

Yamaha arbeitete ganz eng mit Delta Sound zusammen, und der hoch gelobte Pre- und Post-Sales-Support war bei dieser prestigeträchtigen Installation natürlich stark in den Vordergrund gerückt. Sowohl Nick Pemperton als auch DME-Spezialist Scott Fraser waren intensiv in das Projekt eingebunden und konnten so gewährleisten, dass die Programmierung des Equipments reibungslos ablief.

Den Kunden am Westfield (bei dessen großer Eröffnungsfeier überdies zwei Yamaha-PM5D-Digitalkonsolen verwendet wurden) mag das Yamaha-Equipment optisch vielleicht gar nicht auffallen, während sie sich im Atrium prächtig unterhalten lassen. Wohl aber bemerken sie die hohe Soundqualität, die es liefert.