Das Stables in Milton Keynes im südostenglischen Buckinghamshire wurde 1969 vom berühmten Jazz-Ehepaar John Dankworth und Cleo Lain gegründet. Die Einrichtung brachte seitdem viele verschiedene Musikstile wie New Jazz, Blues, Folk, Rock, Klassik, Pop und Worldmusic zusammen, die mit den Jahren immer mehr Zuhörer für sich begeistern konnten. Zahlreiche Künstler wurden hier nicht nur sorgsam geschult und liebevoll betreut, sondern auch auf Tonträgern aufgenommen und groß raus gebracht.
Vor sieben Jahren expandierte das Stables. Umgerechnet rund 6 Millionen Euro, die teilweise aus staatlichen Lotteriegeldern kamen, flossen unter anderem in einen neuen Zuschauersaal mit 500 Sitzplätzen an drei Bühnenseiten. Zweck dieser ungewöhnlichen Anordnung war, den Künstlern das Gefühl zu geben, nicht nur untereinander zu interagieren, sondern Seite an Seite mit den Zuschauern zu spielen.
Leider gab es jedoch ein paar Mängel bei der Beschallungs-Anlage, die dafür sorgten, dass das neue Gebäude nie sein volles Potenzial ausschöpfen konnte.
Monica Ferguson, seit 2003 Chefin des Stables, erklärt: "Im Wesentlichen musste man die Anlage, die wir im Zuschauersaal hatten, einfach zu laut drehen. Die Lautsprecher-Arrays streuten damals zu stark und man musste schon am genau richtigen Platz sitzen, um einen guten Sound zu haben. Es gab definitiv zu viele Bereiche, die nur dürftig beschallt wurden."
Doch wie der Zufall es wollte, hielt Yamahas 'Musical Instrument'-Abteilung im vergangenen Jahr am Stables einen Händlertag ab und führte eine Auswahl Lautsprecher der neuen Installation-Serie vor.
Während der Veranstaltung waren einige Toningenieure des Hauses sehr angetan von dem, was sie hörten, und man arrangierte ein Treffen mit Treuhändern des Stables. Ferguson erklärt: "Wir sind gemeinnützig und auf Spenden angewiesen. Aber zum Glück haben wir die Kulturbeauftragten des Landes (England) für uns gewinnen können, nachdem wir bewiesen haben, dass wir allen Widrigkeiten zum Trotz unseren Businessplan umsetzen konnten. Uns wurden weitere Gelder für das freigegeben, was wir hier als 'nächste Projekt-Etappe' bezeichnen".
Teil dieser neuen Etappe sollte sein, dass Yamaha in Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsfirma LMC Audio ein völlig neues Audiosystem konstruiert. Die daraufhin installierte PA besteht unter anderem aus zwei Links/Rechts-Clustern, die von Cradles über der Bühne aus geflogen werden. Jeder Cluster verfügt über zwei Yamaha-IF2112/64-Boxen für Mitten und Höhen sowie über ein Yamaha-IF2108-System als Downfill.
Von derselben Metallkonstruktion aus wird überdies ein Paar Sidefill-Cluster geflogen, die jeweils aus einer IF2115/95 und einer IF2108 bestehen. Auf dem Boden der Bühne befinden sich gestackt ein Paar IS1218-Subs, ein Paar IS1215-Subs und ein Paar IF2115/64 als Mitten-Höhen.
Vor der Bühne fungieren zwei IF2008-Boxen als Frontfills und machen den Aufbau seitens der Lautsprecher komplett. Mit Leistung versorgt werden diese Systeme von einem Mix aus Yamaha-PC- Endstufen sowie Modellen von Yamahas neuer T5N-Reihe, die sich um die Subwoofer kümmern.
Als Lautsprecher-Prozessor fungiert eine digitale Mixing-Engine vom Typus Yamaha DME64N, als FOH-Konsole ein Yamaha-M7CL-Digitalmixer.
"Wir haben seit der Installation noch ein paar Anpassungen vornehmen müssen", erklärt Karl Christmas, Marketing-Manager von Yamaha Commercial Audio. "Wir brauchten noch ein bisschen mehr Punch in den unteren Mitten, um dem Rock'n'Roll-Charakter der alten Anlage etwas näher zu kommen. Aber die Lautsprecher sind vielseitig genug, um dem gerecht zu werden."
Ein weiterer großer Vorteil des neuen Lautsprecheraufbaus ist, dass die Boxen ausgesprochen kompakt sind. Man kann aufgrund ihrer geringen Ausmaße nun ungestört vom Lichtpult des Stables auf die Bühne schauen.
Der lange sehnlich erwartete neue zweite Zuschauersaal belegt einen Teil des ursprünglichen Stables, das von Dankworth and Laine in einen Jazzclub verwandelt wurde. Hier wurde die bestehende Verbindung zu Yamaha mit einer LS9-Digitalkonsole am FOH-Platz erfolgreich fortgeführt.
Bühne 2 eröffnete im September mit Auftritten von fünf jungen Singer/Songwritern, die vom Stables derzeit betreut werden, und die noch keinen Plattenvertrag haben.
"Bis zum Jahr 2030 wird Milton Keynes zu den zehn größten Städten Großbritanniens gehören", so Monica Ferguson. Die nächste Projekt-Etappe soll dafür sorgen, dass all diese Leute moderne Musik für sich entdecken und schätzen lernen können, woher auch immer diese kommen und welchem Stil sie folgen mag.
