Mailand: Feurige Latin-Nächte mit Yamaha


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Ein norditalienischer Trend-Club verlässt sich auf -Lautsprecher der Yamaha-Installation-Reihe.

Das Tambien im Mailänder Vorort Settimo Milanese beherbergt nicht nur eine Tanzschule, sondern gilt als wichtiger Treffpunkt für die Latin-Szene in Mailand. Der Club wird sehr für seine großzügigen Räume geschätzt, die von originellen Künstlern gestaltet wurden. Aber vor allem ist die Beliebtheit auf einen wirklich großartigen Sound zurückzuführen - denn die feurigen Latin-Rhythmen, zu denen die Partygemeinde bis in die frühen Morgenstunden abgeht, kommen aus einer modernen Beschallungsanlage von Yamaha.

Stefano Papetti, Vertriebsleiter bei der für die Installation verantwortlichen Audiofirma Audio Progetti, erklärt: "Dank der Charaktereigenschaften und der Flexibilität der 3-Wege-Boxen aus der Yamaha-Installation-Reihe haben wir exzellente klangliche Resultate erzielt, und zwar trotz sehr hoher Räume und schallharter, stark reflektierender Wände."

Im Hauptsaal wurde auf jeder Seite der Bühne eine IF3115/64 als FOH-PA für Live-Events installiert. Diese werden im Tri-Amp-Modus betrieben und von drei Yamaha-Endstufen angefahren, einer XP7000, einer XP2500 und einer XP1000. Unter jeder Box steht ein IS1218-Subwoofer, der wiederum von einem T3n-Leistungsverstärker betrieben wird. Es gibt darüber hinaus zwei F2115/AS, die bei Live-Events und während der Disko-Nächte für die Tänzer auf der Bühne als Nearfills dienen. Die DJs des Clubs hören über eine IF2205 ab, die wiederum von einem XP1000 betrieben wird. Bei bestimmten Tanzabenden erklärt ein Sprecher den Tänzern die Schrittabfolge. In diesem Fall werden die Nearfills auch als Bühnenmonitore verwendet. Sie sind also wahre Tausendsassa. Das Rig wird von vier IF2208W vervollständigt, die von zwei XP5000 betrieben und von einer ringförmigen Traversenanordnung viereinhalb Meter vom Dancefloor entfernt geflogen werden.

Eine Herausforderung für Audio Prigetti sowie die Yamaha-Spezialisten Andy Cooper und Tim Harrison war die Herstellung eines idealen Zusammenspiels der FOH-Lautsprecher mit jenen am Traversen-Ring.

Cooper erklärt: "Als wir am Veranstaltungsort eintrafen, checkte Tim die Positionierung der Lautsprecher, die Verkabelung sowie die Einstellung der Amps und eines DME24N-Prozessors, während ich eine DME-Designer-Datei für das Lautsprecher-Management, das Routing, das Mixing, die Delays, die Pegel und so weiter erstellte. Danach stimmten wir die Lautsprecher-Anlage ab, indem wir Pegel optimierten, die Delays einstellten, ein wenig Equalizer hinzu gaben und Limiter einsetzen. Tatsächlich haben die Lautsprecher der Installation-Reihe sehr ausgewogene klangliche Eigenschaften und einen guten Phasengang. Es war folglich sehr einfach, diese in das System zu integrieren. Außer ein paar Werks-Presets wurden daher auch die Equalizer kaum benutzt. Wir erstellten überdies in der DME verschiedene Misch-Szenen für jede Anwendung hier im Club - also für Livemusik, Club-DJ-Abende und Tanzschulen-Events (bei denen die Bühne nicht benutzt wird).

Neben der DME-Designer-Software für die Programmierung der DME24N wurde in der Planungsphase auch Yamahas Sound-System-Simulator-Software YS3 verwendet. Sie diente als Entscheidungshilfe beim Aussuchen der Lautsprecher und half bei der Positionierung für eine optimale Schall-Übertragung zum Erreichen des gewünschten Schalldruckpegels. Das System-Design wurde später als Sicherung im internen Speicher der DME abgelegt - und zwar natürlich nachdem man sich vorher genauestens überlegt hatte, wie die Einstellungen für die unterschiedlichen Veranstaltungsarten organisiert werden sollen.

Harrison fügt hinzu: "Wir benutzen verschiedene Inputs und bei der PA-Anlage verschiedene Zonen. Zum Glück hat die DME ordentlich DSP-Leistung und viele Speicherplätze für Mischszenen. Daher konnten wir einige zusätzliche Routing- und Mixing-Komponenten hinzufügen, um gleich mehrere Input/Output-Kombinationen vorzubereiten, welche nun mit Hilfe der Mischszenen umgeschaltet werden."

Papetti fährt fort: "Auf der DME24N speicherten wir diverse Konfigurationen für die Disko-Abende ab. Eine richtet den Dancefloor ein, während eine weitere für den Sonderfall benutzt wird, bei dem die Gäste sowohl auf dem Dancefloor als auch auf der Bühne tanzen. Es gibt darüber hinaus auch verschiedene Konfigurationen für die Tanzschul-Stunden, bei denen die Anzahl der Schüler berücksichtigt wird. In der Regie gibt es neben einem Yamaha-MG12/4CX-Analog-Mixer eine CP4SF-Fernsteuerung für die DME24N mit vier Fadern und vier Tasten, sodass die verschiedenen Zonen des Clubs wirklich auf intuitive Weise bedient werden können."

Adrián González, kubanischer Teilhaber des Clubs, erklärt, wie er sich für das Soundsystem von Yamaha entschieden hat: "Ich besuchte einen Veranstaltungsort, wo Stefano zuvor eine Yamaha-Anlage installiert hatte - und mir gefiel wirklich sehr gut, was ich dort zu Ohren bekam. Also erklärte mir Stefano die Leistungsmerkmale und Funktionen diverser Produkte. Etwas später trafen wir uns in Rimini bei der SIB-Expo, um nach einer Demo-Vorführung verschiedener Lautsprecher-Systeme exakt jene Anlage zu bestimmen, die wohl am besten zu unserem Club passen würde. Im Tambien finden diverse Konzerte statt - vorwiegend von Latin-Gruppen auf Europa-Tournee gespielt, aber wir beherbergen auch HipHop-Nächte. Wir sind mit den erreichten Resultaten sehr zufrieden - alles funktioniert sehr gut."

Cooper schließt mit den Worten ab: "Am Tambien hatten wir zum ersten Mal die Möglichkeit, ein System mit neueren 3-Wege-Lautsprechern der Installation-Reihe in Betrieb zu nehmen - und dazu noch an einem Ort, der ungewöhnlich viele verschiedene Anwendungen hat. Die Tanzschule tagsüber benötigt nur ein bisschen Schalldruck, einen CD-Player und ein Mikrofon. Die Clubnächte hingegen - mit DJ oder Liveband - erfordern viel mehr Pegel und zusätzliche Inputs. Wir sind sehr zufrieden mir dem Leistungsvermögen der Anlage."

Andy Cooper arbeitet seit etwa neun Jahren für Yamahas R&D-Büro in London und ist Senior-Produktspezialist für Digitalmixer, digitale Mixing-Engines und vernetzte Audioprodukte. Er verfügt über eine weit reichende Kenntnis vieler Bereiche in der Pro-Audio-Branche inklusive Rundfunk & Fernsehen, Postproduktion, Tour, Bühne, Club und Kirche.

Tim Harrison arbeitet im Support-Center von Yamaha Commercial Audio in den Bereichen Lautsprecher-Management, Verstärkung und Lautsprecher als Produktspezialist. Außerdem ist Tim Spezialist für Steuersysteme von Drittanbietern. Er verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung, die er bei zahlreichen Anlagen-Installationen in Clubs, Kirchen, Stadien oder Studios gesammelt hat, und kennt sich darüber hinaus auch bei Tournee-PA-Systemen sehr gut aus.

Im Auftrag von Yamaha sind Tim und Andy in ganz Europa unterwegs und beraten beim System-Design, geben technischen Support (Pre- und Post-Vertrieb) und richten Seminare aus.