Eine alte Weisheit besagt, dass es nach jeder Talfahrt irgendwann wieder bergauf gehen muss. Man spricht auch vom "Licht am Horizont", wenn der Abstieg beendet scheint. Zum Glück bewahrheiten sich solch Redewendungen immer wieder. So auch im Falle des "Roxys", einer innovativen Bar/Kino-Kombination in der Nähe des berühmten Borough Markets im Londoner Stadtteil Southwark.
Die "Dunkelheit" brach über das Etablissement herein, als die Firma, die eigentlich die Audio- und Film-Anlage hatte installieren wollen, plötzlich aus dem Projekt ausstieg. Aber die beiden Roxy-Geschäftsführer Philip Wood und Jonathan Breeze konnten die Firma Kaurus, spezialisiert auf Rundfunk, Postproduction und Hi-End-Home-Entertainment, für ihre Sache gewinnen. Phil bezeichnet diesen Tag der Entscheidung heute als "einen der glücklichsten unserer Zusammenarbeit".
Phil und Jon hatten zuvor ein Konzept von einem Etablissement entwickelt, das zunächst einmal klassisch den Bar- und Restaurantbetrieb vereint, aber bei dem auch Kinovorführungen von hoher Qualität ein zentrales Element darstellen. Dabei stellt diese Kino-Bar die üblichen "Pubs plus Bildschirm für Fußball" klar in den Schatten. Tatsächlich hat das Roxy bereits reichlich Lob für seinen hohen, stylischen Standard geerntet - und ist zuletzt sogar vom "Time Out"-Magazine in der illustren Gesellschaft der Häuser "Odeon", "Leicester Square" und "British Film Institute at the South Bank" unter die fünf besten Kinos Londons gewählt worden.
Eigentlich wäre es leicht für Phil und Jon gewesen, das cineastische und kulinarische Vergnügen mit einer angemessenen Consumer-Anlage zu vervollständigen, sogar mit 7.1-Sound, der ein zentrales Element im Konzept der beiden darstellt.
Aber zusammen mit Paul und Peter Sutton von Kaurus fiel die Wahl auf ein hochprofessionelles Yamaha-System, was auch in geschäftlicher Hinsicht bislang niemand bereut hat, weil es seit der Installation steil bergauf geht.
“Bei den meisten vergleichbaren Installationen kommt der Audiopart eigentlich immer zu kurz”, erklärt Paul Sutton. “Es war also großartig, dass diese Jungs so vorausschauend und mutig waren, einfach zu sagen, dass wir beim Sound Gas geben sollen."
“Es war uns wichtig, bei den Vorführungen einen Sound in absoluter Kino-Qualität zu haben, aber eben nicht auf Kosten der Qualität der Musik, die sonst läuft”, ergänzt Philip Wood. "Mit dem Yamaha-System verbinden wir das Beste aus beiden Welten zu einem sehr fairen Preis."
Kaurus entschied sich für eine ferngesteuerte digitale Yamaha-Mixing-Engine vom Typ DME24N (komplett mit der achtkanaligen Analog-I/O-Erweiterungskarte MY-8ADDA96) und für fünf Yamaha-XP5000-Endstufen, von denen aus neun Lautsprechersysteme der Installations-Serie von Yamaha angefahren werden.
Alle Inputs, Outputs und EQs werden von der DME24N verwaltet. Quer durch die drei wichtigsten Besucher-Zonen (Bar, Restaurant und Kino) sorgt die Engine für eine unglaublich flexible Audioverwaltung. Das Kino kann autarken Sound haben (in Bar und Restaurant sind also andere Signalquellen zu hören), oder aber die beiden anderen Zonen werden mit dem Kino-Soundtrack beschickt, und zwar jeder Bereich mit einer beliebigen Lautstärke und komplett unabhängig von den anderen.
"Bei der benötigten Flexibilität und aufgrund der Tatsache, dass die Bar ein 100V-Hintergrundmusik-System bekommen sollte, waren wir uns bald im Klaren darüber, dass die Kombination aus DME24N und XP5000-Verstärkern ideal sein würde", so Paul Sutton.
"Alles, was wir auf dem Zettel hatten, wurde auf diese Weise abgehakt. Außerdem genießt das Equipment einen ausgesprochen guten Ruf, und wir sind bei den verschiedenen Komponenten der Anlage in keiner Weise eingeschränkt. Wir konnten das System nötigenfalls jederzeit erweitern oder auf den neuesten Stand bringen, und zwar sowohl während unserer Arbeit als auch danach. Vieles, was wir hier erreicht haben, hätte mit weniger professionellen Geräten schlichtweg nicht funktioniert."
"Die Funktionsweise der DME hat sich als sehr nützlich erwiesen", fügt Philip Wood hinzu. "Nach der Eröffnung des Roxys hat Kaurus einer Einstellung noch die Steuerung eines Sync-Delays hinzugefügt. Außerdem wurden Einstellmöglichkeiten ergänzt, um die Lautstärke der Rear-Lautsprecher in der Surround-Zone zu regeln und um allein den Subbass lauter zu machen. Wir haben außerdem im Nachhinein einen zusätzlichen Signalweg von unserem Mixer/Input-Bereich zu den Amps auf der anderen Seite des Raumes gezogen. All diese Sachen konnten aufgrund unserer flexiblen Technik wirklich spielend leicht umgesetzt werden."
Phil meint außerdem, dass die Justierung der Audioanlage intuitiv und unproblematisch vonstatten geht: "Die Einstellungen zu verändern ist wirklich einfach. Wir machen das mehrmals am Tag, und vor allem die Lautstärke wird angepasst."
Da sich über dem Roxy Wohnungen befinden, musste die Möglichkeit vorhanden sein, den Sound zu zügeln und bestimmte Frequenzen zu optimieren, um sicher zu gehen, dass die Bewohner nicht unnötig gestört werden. Und bei all den strengen Lärmschutzgesetzen der Stadtverwaltung könnte die Flexibilität des Systems bei den Verantwortlichen des Bezirks Southwark bestens ankommen.
“Falls die Stadt es verlangen würde, wäre es kein Problem, die Lautstärke zu einer bestimmten Zeit nachts automatisch herunterzufahren, ohne dass die Belegschaft etwas daran ändern könnte", so Paul Sutton. Ohne DME sei das gar nicht möglich.
Eine eher ungewohnte Facette des Systems war für Kaurus die Benutzung von Lautsprechersystemen der Installations-Serie Yamahas, die in so einem speziellen Umfeld von der Firma noch nicht benutzt worden waren. Doch der Mut zu solch einem Experiment hat sich ausgezahlt.
"Wir haben die Lautsprecher der Installations-Serie bei dieser Art von Location noch nie ausprobiert. Es ist toll, dass Phil und Jonathan bereit waren, sich ein bisschen auf die Katze im Sack einzulassen", so Paul Sutton. "Aber wir waren sicher, dass die Lautsprecher es bringen würden, denn wir haben ein absolutes Urvertrauen in sämtliches Equipment von Yamaha."
Sutton fährt fort: "Die Klangqualität hat sich als unglaublich gut erwiesen. Die Lautsprecher haben einen guten Wirkungsgrad, ordentlich Kraft und eine breite Streuung. Wir sind sehr zufrieden".
“Die Lautsprecher klingen fantastisch", findet auch Philip Wood, immerhin der Kunde, dessen Meinung hier natürlich den Ausschlag gibt. “Ich bin nicht wirklich ein Fachmann, aber die Surround-Anlage ist unglaublich, wenn man einen Film hat, der sie fordert. Auf der anderen Seite klingt auch abgespielte Musik wirklich transparent und brillant."
"Die Besucher haben den Sound während der Vorführungen hinterher beurteilt. Zwar ist auch die Bildqualität exzellent, aber ich glaube, das kriegen die Leute gar nicht so mit. Aber den Unterschied zwischen so einem Muffelsound und klaren Surround-Klängen, die durch den Raum fliegen, den bemerken sie natürlich."
Auf die Fragen, wie er nun das Yamaha-System einschätzt und ob das Roxy nun endlich Licht am Ende des Horizonts gesehen hat, antwortet Wood: "Das System ist fantastisch für uns. Das war eine wirklich gute Investition. Der Tag, an dem die eigentliche Firma ausgestiegen ist, und wir Kaurus kontaktiert haben, gehört zu den besten, die wir in der Projektphase hatten. Und was wir mit dem Budget erreicht haben (oft unter schwierigen Baubedingungen), bei dem Service und der Qualität, hat mich echt weggeblasen.