Yamaha Sound System Simulator Y-S3


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Bei Yamahas "Sound System Simulator" handelt es sich um eine leicht zu bedienende Software, die eine präzise Simulation von den akustischen Verhältnissen (wie zum Beispiel Schalldruckverteilung oder Frequenzcharakteristik) bei der Installation von Lautsprechersystemen an einem beliebigen Veranstaltungsort ermöglicht.

Grundfunktionen

  • Diese Simulation akustischer Begebenheiten verknüpft alle essentiellen Bestandteile professioneller Yamaha-Audiotechnologie im gesamten Signalweg vom Input bis zum Output, inklusive Mixer, DSPs, Verstärker und Lautsprecher. Außerdem fließt die Bauweise des Veranstaltungsortes mit in die Kalkulationen ein.
  • Die Software verfügt dank der mannigfaltigen Erfahrung vom "Yamaha Center for Advanced Sound Technologies" (deutsch: Yamaha-Zentrum für hoch entwickelte Audio-Technologie) über eine ausgesprochen hohe Rechengenauigkeit und eine ebenso hohe Zuverlässigkeit. Kein Wunder - schließlich gilt das renommierte Yamaha-Institut mit seinen Entwicklungen "Acoustic Modeling" und "Active Field Control" (http://www.yamaha-afc.com) als Wegbereiter im Bereich Raumakustik auf globaler Ebene. Häufig wurde dort entwickelte Technik erfolgreich beim Bau von Konzerthallen eingesetzt.
  • Mit Hilfe der ausgefeilten grafischen Oberfläche und dem benutzerfreundlichen "Wizard" für die unkomplizierte Eingabe Ihrer Parameter kann jede Simulation einfach und präzise durchgeführt werden.
  • Im "Wizard" werden ganz einfach die Form des Raums, die klimatischen Bedingungen und andere wichtige Merkmale eingetragen, um am Ende aussagekräftige grafische Darstellungen von der Schalldruckverteilung an bestimmten Punkten, von der Frequenzcharakteristik und von den Übergängen in Form von Konturverläufen zu bekommen. Außerdem können die Ergebnisse auch auf akustischem Wege mit Hilfe Ihrer eigenen Ohren ausgewertet werden, indem Sie eine beliebige Signalquelle wählen.
  • Die Software und ihre integrierte Bibliothek für die Yamaha-Lautsprecher der "Installation"-Reihe erleichtern die Verwendung mit den Endstufen der PC-1N- und der XP-Reihe sowie mit den digitalen Mixing-Engines DME24N undDME64N, wodurch die komplette akustische System-Planung noch einfacher wird. Sie können so genannte DDF-Daten des Simulations-Ergebnisses generieren und diese zur DME 64N oder 24N* exportieren. Das Simulations-Ergebnis kann auf diesem Wege schnell und ohne viel Aufwand in Ihr Setup einfließen.
    *Die Verwendung mit der DME24N erfordert eine einfache Daten-Konvertierung.
  • Komfortable Funktionen wie das automatische Anordnen von Lautsprecher-Arrays und die automatische Einstellung von Lautsprecher-Parametern sind bei wichtigen Aufgaben wie der Lautsprecher-Auswahl, der Positionierung und dem Array-Design hilfreich.
  • Yamaha "Sound System Simulator" ist Freeware und kann aus dem Internet heruntergeladen werden.

Dieser Abschnitt führt Schritt für Schritt in die Funktionen der Software ein.

SCHRITT 1

Wählen Sie für die Simulation die Form des Veranstaltungsortes
Wählen Sie unter fünf Basis-Typen aus: "Rectangular" (Rechteck), "Fan" (Fächer), "Circle" (Kreis), "Cross" (Kreuz), und "Polygon" (Vieleck). Die gewählte Form wird dreidimensional dargestellt.

Benutzen Sie die "Floor Edit"-Funktion, um die Form des simulierten Veranstaltungsortes genauer angeben zu können.
Die "Floor Edit"-Funktion für die Angabe der genauen horizontalen und vertikalen Ausrichtung des Veranstaltungsortes wird mit der Maus ausgeführt. Als Einheit für die Messung kann zwischen "Meter" und dem im englischsprachigen Raum üblichen "Foot" (von "Fuß") ausgewählt werden.

Bestimmen Sie den "Receiving Point" (deutsch: Empfangsposition).
Der so genannte "Receiving Point" (deutsch: Empfangsposition) wird für gewöhnlich durch die Position der Zuhörer auf Höhe der Ohren markiert. Wählen Sie im entsprechenden Listenfeld die Höhe vom Boden bis zum Empfangsbereich an.

Geben Sie für die Simulation die klimatischen Bedingungen am Veranstaltungsort an.
Geben Sie die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur am Veranstaltungsort an ("Air Parameters"), Information bezüglich der Phasenlage ("Interference Sum") und die Position der darbietenden Person (Origin Point).

SCHRITT 2

Wählen Sie den "Speaker Array" (deutsch: Lautsprecher Array)
Wählen Sie aus der Liste den "Speaker Array" aus und installieren Sie die Lautsprecher in der gewünschten Position. Die Yamaha-Installation-Serie existiert als Preset und kann einfach ausgewählt werden. Dann stellen Sie die Position ein, und zwar mit Hilfe der Parameter "tilt" (Neigung), "pan" (Panorama), "rot" (Drehung), "Spray Angle" (Spreizwinkel) und "Symmetry" (Symmetrie).

Stellen Sie eine Vielzahl von Bedingungen für den "Speaker Array" ein.
Die Simulation beginnt, sobald Sie den "Speaker Array" auswählen. Sie können in Echtzeit diverse Bedingungen für den "Speaker Array" verändern und dabei die Änderungen des Simulations-Resultates beobachten, um so die Schallabstrahlung zu optimieren. Sie können folgende Bedingungen einstellen: "array", "position" (Position), "tilt" (Neigung), "pan" (Panorama), "rot" (Drehung), "target point" (Zielpunkt), "distance" (Entfernung), "arrival time" (Ankunftszeit), "SP-Propertys" (SP-Eigenschaften) und weitere Merkmale.

SCHRITT 3

Stellen Sie die DME-Konfiguration ein
Die Y-S3-Software kreiert automatisch auf den "Speaker Array"-Einstellungen basierende Output-Konfigurationen. Diese werden in der "Speaker Array - Configuration"-Ansicht gezeigt. "delay", "PEQ", "amp model" und "gain" können für jeden Lautsprecher separat eingestellt werden.

Untersuchen Sie die Richtcharakteristik der Lautsprecher-Arrays (Registerkarte "balloon").
In der "Balloon"-Ansicht kann das Abstrahlverhalten des Arrays frequenzselektiv mit Hilfe einer dreidimensionalen, ballonförmigen Darstellung untersucht werden.

SCHRITT 4

Das Simulationsergebnis wird anhand von Diagrammen dargestellt.
Die Y-S3-Software ist in der Lage, ihre Ergebnisse in Form von unmittelbar verständlichen Diagrammen auszugeben. Unten sehen Sie einige Beispiele:

Konturverlauf:
Im Hauptfenster wird ein Konturverlauf für -3dB, -6dB und -9dB (Bandbreite: 1 Oktave) angezeigt.

Schalldruckverteilung:
Im SPL-Modus (Sound Pressure Level) wird die Verteilung des Schalldrucks für eine gewählte Frequenz und Bandbreite angezeigt.

Frequenzcharakteristik-Diagramm:
Die Bandbreite des Frequenzcharakteristik-Diagramms kann auf 1/1, 1/3, 1/6 oder FET geändert werden.

Überprüfen Sie das Simulations-Resultat akustisch mit Ihren Ohren.
Die Y-S3-Software erlaubt nicht nur eine grafische Darstellung der Simulation. Sie können diese auch akustisch mit Hilfe Ihrer Ohren überprüfen, indem Sie eine Soundquelle auswählen. Zudem erlaubt das Programm Vergleichshören von mehreren Empfangspositionen ("Receiving Points") aus.

SCHRITT 5

Speichern Sie Ihre Einstellungen im DME-Format
Die Y-S3 generiert automatisch eine Output-Konfiguration für alle Lautsprecher-Arrays, die aufgebaut wurden, und speichert diese im Format des DME-Designers, jener Software, die für die Steuerung der DMEs verwendet wird.
Falls Sie eine digitale Mixing-Engine wie die DME64N oder DME24N für die Lautsprechersteuerung verwenden, können Sie mit geringstem Aufwand eine hochakkurate Soundanlage konstruieren.

Intelligente und praktische Automatik-Funktionen
Die Y-S3-Software verfügt über zwei starke Tools, die Ihnen bei der Aufgabe, Ihre PA in kürzester Zeit einzurichten, kraftvoll unter die Arme greifen.
Diese Funktionen sorgen dafür, dass in wenigen einfachen Schritten automatisch für die jeweiligen Bedingungen die besten Einstellungen errechnet werden.

Auto Layout
By setting the shape, area, dimensions, and application of the venue for simulation, it automatically calculates the optimal speakers and arrangements.

"Auto Layout"
Hier werden automatisch die besten Lautsprecher und Anordnungen errechnet, nachdem Sie Parameter wie "shape" (Form), "area" (Bereich), "dimensions" (Ausdehnung) und "application" (Art der Anwendung) angegeben haben.

"Auto Tune" Funktion
Diese Funktion stellt automatisch die Parameter "pan" (Panorama), "tilt" (Neigung), "splay angle" (Spreizwinkel) und "gain" für den angewählten Lautsprecher-Array ein.
Die Winkel der Lautsprecher ("pan", "tilt" oder "spray angle") werden so eingestellt, dass innerhalb des durch den jeweiligen Array abgedeckten Schallfeldes ein ausgewogener Schalldruckpegel (SPL) herrscht.