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Max & Play geben für junge Musiker alles


Jungen Musik-Talenten in Süditalien steht sogar eine topmoderne Beschallungsanlage von Yamaha zur Verfügung

In Cardito, einer Stadt in der Peripherie von Neapel mit ungefähr 20.000 Einwohnern, wurde vor kurzem ein neuer, einzigartiger Veranstaltungsort eingeweiht: Das Max & Play, dessen Name vom Eigentümer persönlich stammt. Massimo De Vita ist ein dynamischer junger Mann, der brillant mit einer Sehschwäche umgeht, in seiner Gruppe The Dioniso Folk Band ein geschätzter Multiinstrumentalist ist und neben Keyboard unter anderem auch Flöte, Sitar, Gitarre, Bass, Perkussion und Klarinette spielt.

Für junge aufstrebende Musiker gibt es bei Max & Play einen Konzertsaal, dessen Erscheinungsbild je nach Veranstaltung verändert werden kann (mit oder ohne Tische und Stühle). Daneben befinden sich die Bar und eine Küche. Die Bühne wurde mit einer hochkarätigen Yamaha-Anlage sowie mit einer kompletten Backline ausgestattet. Überdies gibt es eine Regie, drei Aufnahmeräume, von denen einer auch für Proben verwendet werden kann, sowie einen Willkommens- und Entspannungsbereich unter freiem Himmel mit Springbrunnen, Pool, Sonnenschirmen und Tischen.

Das Max & Play wurde von Massimos Vater gebaut, der als junger Mann Architektur studiert hatte. Dieser erklärt: "Wir stellen den jungen Leuten auch weitere Räume zur Verfügung, wo sich diese treffen und miteinander diskutieren können. Via Internet können sie sogar mit anderen Gruppen oder Veranstaltungszentren sprechen. Wir haben ein sehr positives Feedback von anderen erfolgreichen Musikprofis bekommen. Einige, wie zum Beispiel Mario Insegna (dieser ist ein bekannter italienischer Bluesmusiker und Leiter der Gruppe Blues Stuff) trafen sich hier schon mit dem Nachwuchs und tauschten Erfahrungen aus. Bei der Eröffnung des Max & Plays fand ein dreitägiger Wettbewerb für aufstrebende Bands statt, bei dem es nicht nur Preise gab, sondern jede Band außerdem eine CD mit einer Aufnahme des Gigs erhielt."

Das Unternehmen, das die Audioanlage installiert hat, StartUp Audio, kommt ebenfalls aus der Livemusik-Szene. Tatsächlich wurde die Firma von Michele Signore, Musiker, Produzent und Komponist der italienischen Gruppe La Nuova Compagnia Di Canto Popolare, gegründet. Sein Partner, Fulvio Liuzzi, ist hingegen ein begnadeter Jazzpianist. Signore kümmerte sich um die Gestaltung der Räume selbst und deren Akustik, Liuzzi um die Installationund das Design der Anlage.

Bezüglich der Auswahl des Equipments erklärt Liuzzi: "Die Kunden erzählten, was sie brauchten, und wir bauten nach diesen Anforderungen eine Anlage zusammen - und natürlich wollten wir auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis erreichen. Die Qualität aber hatte Vorrang, weil die Anlageninstallation selbst nicht ganz unkompliziert war.

Liuzzi spricht weiter: "Wir hatten bereits die neuen Lautsprecher der neuen Yamaha-Installation-Serie gehört und waren wirklich beeindruckt. Es gibt da viele Gründe, warum man sich ausgerechnet für diese entscheiden sollte - aber vor allem sind sie sehr linear - auch in den hohen Frequenzen. Das ist ein sehr wichtiges Merkmal für uns, da nur so ermüdungsfreies Zuhören über lange Zeiträume gewährleistet wird. Kurz gesagt, sie klingen extrem angenehm.

Die Publikums-Beschallung im Konzertsaal übernehmen zwei Yamaha-IF2115/64-Lautsprechersysteme, die von der Decke geflogen werden. Links und rechts von der Bühne befinden sich zwei auf den Boden montierte IS1215-Subwoofer. Bei den IF2115-Boxen handelt es sich um Zwei-Wege-Hochleistungs-Systeme mit je einem 15''-Tieftöner und einem Horn in der 60x40-Grad-Ausführung (es sind für dieses Modell insgesamt drei verschiedene Öffnungswinkel erhältlich). Die Subwoofer verfügen jeweils über zwei 15''-Lautsprecher und ergänzen die Fullrange-Lautsprecher perfekt im Hinblick auf eine maximale Leistungsausbeute und eine optimale Wiedergabe im gesamten hörbaren Bereich.

Im Verstärker-Rack befinden sich drei PC9501N (2x950W bei 8 Ohm), von denen einer die zwei Subs mit Leistung versorgt. Die anderen beiden widmen sich den Tieftönern in den IF2115-Systemen. Die Hörner der Satelliten werden von zwei PC3301N (2x350W bei 8 Ohm) gespeist. Die Monitoranlage besteht aus zwei IF2208- und vier IF2108-Lautsprechern, betrieben von drei XP3500-Modellen (350W + 350Watt) mit EEEngine-Technik, die sich auch an Bord der PC-N-Geräte befindet, und mit deren Hilfe der Stromverbrauch gegenüber herkömmlichen Verstärkern ohne klangliche Einbußen um bis zu 50% gesenkt wird.

Die Anlage wird von einem SP2060-Lautsprecher-Prozessor gesteuert, der trotz seiner kompakten Ausmaße dank Yamahas exklusiver LSI-Technologie sämtliche für ein anspruchsvolles Lautsprecher-Management relevanten Aufgabenbereiche (Gain-Anpassung, Laufzeitverzögerung, Kompression, Limiting und Aufteilung der Frequenzbereiche) mit hoher Präzision und auf sehr flexible Weise erledigen kann. Das Gerät verfügt über ein All-Pass-Filter, über das präzise die Phase eingestellt werden kann, ohne dass der Ausgangspegel sich verändert. Alle Parameter lassen sich via Netzwerk mit der DME-Designer-Software steuern. Für den SP2060-Prozessor bei Max & Play wurden zwei Presets angelegt. Das "Live"-Preset enthält eine neutrale Einstellung der Frequenzbänder, während beim "Lounge"-Preset die Subs abgeschaltet werden und die Satelliten eine Loudness-Kurve erhalten. So werden in diesem ruhigeren Kontext allzu starke Pegel vermieden, aber der Sound bleibt trotzdem voluminös.

Von seiner erhöhten Mix-Plattform aus bedient der junge Tonmann Gennaro eine LS9-32-Digitalkonsole von Yamaha. Mit seinen 88 Zentimetern Breite und etwas über 19 Kilogramm Gewicht könnte man das Pult auch als wahres Funktionskonzentrat bezeichnen. Es gibt 32 Mikrofon/Line-Inputs mit Recall-fähigen Gain-Einstellungen, eine zusätzliche Input-Mischebene mit 32 Kanälen über zwei Mini-YGDAI-Steckplätze, 16 Mix-Outs und acht Matrix-Kanäle, die mit den 16 Omni-Outs verpatcht werden können. Ein virtuelles Effektrack enthält vier Multieffektgeräte. Anstelle der Standard-31-Band-GEQs können zweikanalige, sogenannte Flex15GEQs, von denen bis zu 16 Stück gleichzeitig benutzt werden können, zum Einsatz kommen. Dank Flex-Funktion haben auch diese EQs 31 Bänder, aber es können nur 15 gleichzeitig verwendet werden. Das Pult hat überdies einen eingebauten 2TR-MP3-Player/Recorder zum Abspielen oder Aufnehmen via USB-Stick.

Liuzzi kommt zum Ende: "Um den Konzertsaal mit dem Studio zu verbinden, bietet Yamaha eine zuverlässiges Lösungskonzept an. Zwei Yamaha-ACU16-C-Steuergeräte wurden mit dem LS9 verbunden und schicken 32 Kanäle in 24-Bit-Audio bei 48 KHz von der Live-Mixing-Plattform zur Regie, um Live-Mehrspuraufnahmen vorzunehmen. Die Yamaha-Konsole wurde mit zwei MY16-CII-CobraNet™-Erweiterungskarten ausgestattet, von denen aus 20 Meter lange CAT5-Patch-Kabel zu den ACU-16-Cs gehen. Dort werden die digitalen Signale für die Patchbay der Aufnahmekonsole zurück zu analog gewandelt. So kann das gemischte Konzert am LS9 direkt auf zwei Spuren im MP3-Format aufgenommen werden, während gleichzeitig in der Regie 32-Spur-Livemitschnitte und deren Mischungen möglich sind."
StartUp richtete die ACU16-Cs so ein, dass auch die Verstärker auf der Bühne bedient und überwacht werden können. Tatsächlich lassen mit diesen Geräten bis zu 32 einzelne PC-N-Verstärker steuern. Mit Hilfe eines Computers und der kostenlosen NetworkAmp-Manager-Software können Parameter wie IN/Out-Pegel, Limiting, Schutzschaltung, Lüftertemparatur, Power ON/Standby, Pegel-Anpassung, Phase und Lautsprecher-Stummschaltung eingestellt beziehungsweise überwacht werden.

Foto : Maurizio Di Domenico