Interview mit PM5D-Technikern


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Die Digitalisierung von PA-Anlagen für Live-Anwendungen, die Ende der 90er-Jahre langsam in Schwung gekommen war, ist mittlerweile durch nichts mehr aufzuhalten. Eine wachsende Anzahl von PA-Technikern ist dabei, auf den digitalen Zug aufzuspringen. Die digitalen Mischpulte der PM5D-Reihe wurden im Zuge dieser Nachfrage aus der Industrie entwickelt. Sie sind eine gute Wahl für Tontechniker, um ohne Fehltritte in die neue Ära des Live-PA einzusteigen. Wir haben mit zwei der führenden Techniker gesprochen, die mit der Leitung des PM5D-Entwicklungsteams betraut waren, und sie haben uns interessante Einblicke in die Arbeit an diesem Projekt vermittelt.


Masamitsu "Matt" Hasegawa
Hasegawa begann seine Karriere bei Yamaha 1987 als Hardwaretechniker für digitale Mischpulte, und später arbeitete er in der PA-Produktplanung, wo er an der Planung von PA-Anlagen für Live-Anwendungen, wie dem PM1D, dem PM5D oder dem PM5000 beteiligt war. Seit März 2004 ist er in der Planungsabteilung für den kommerziellen Audio-Bereich beschäftigt.


Masaaki Okabayashi
Okabayashi ist seit 1987 bei Yamaha angestellt, wo er bis 2001 als leitender Softwaretechniker digitale Mischpulte entwickelte. Seither ist er als „Producer“ tätig, und er überwacht in dieser Funktion nicht nur die Softwareentwicklung, sondern ist auch mit kompletten Entwicklungsprojekten betraut. PM5D war das zweite Projekt, das er als verantwortlicher Producer leitete.

Wie kam es zu der Produktidee für die PM5D-Reihe?

Okabayashi: 2001 hatten wir die erste ungefähre Idee für dieses Produkt, und Anfang des Jahres 2002 begannen wir damit, uns genauer mit den Einzelheiten dieses Projekts zu befassen. Im August desselben Jahres wurden dann die Arbeiten an dem ersten Prototypen aufgenommen.

Hasegawa: In den späten 90ern begannen die ersten Live-Tontechniker damit, digitale Aufnahmepulte für Live-Anwendungen einzusetzen, wobei dies nur mit Einschränkungen möglich war. Gegen Ende des Jahres 2000 wurde dann die Nachfrage von 02R-Benutzern nach PA-Funktionen für Live-Anwendungen immer stärker. Angesichts dieser Entwicklung wurde uns klar, dass digitale Mischpulte schon bald für den Livesound-Bereich nicht mehr wegzudenken sein würden. Wir waren zu dieser Zeit gerade in der Entwicklung der Mischpulte DM2000 und 02R96, und wir entschieden uns, in diese Geräte Funktionen wie „Group To Stereo“ und „Matrix“ zu integrieren.

Okabayashi: Heute sind wir froh über diese Entscheidung, denn mehr als die Hälfte der DM2000- und 02R96-Benutzer verwenden die Mischpulte für Live-Anwendungen.
In erster Linie sind diese Mischpulte jedoch für die Aufnahme und Nachbearbeitung bestimmt, und ich habe mir immer gedacht, dass für das Live-PA z. B. mehr Mikrofoneingänge oder eine einfacher zu bedienende Arbeitsoberfläche zur Verfügung stehen sollten. Bei der Entwicklung des DM1000 haben wir daher versucht, diesen Gedanken umzusetzen, indem wir etwa alle Ein- und Ausgänge mit XLR-Konnektoren ausgerüstet haben. Für größere Änderungen fehlte hier aber letztlich der nötige Spielraum. Das ändert allerdings nichts an der großen Akzeptanz dieser Geräte. Die Mischpulte DM2000 und 02R96 kommen auch weiterhin äußerst erfolgreich in vielen Live-Anwendungen zum Einsatz.

Hasegawa: Das PM1D ist ein Gerät der absoluten Oberklasse und dadurch weitgehend den Profis der Branche vorbehalten. Unsere Marktforschungsergebnisse haben aber gezeigt, dass die überwiegende Mehrzahl an PA-Technikern digitale Technik verwenden möchte, so dass eine große Nachfrage nach einer kostengünstigen Variante des PM1D vorhanden war. Wir nahmen uns daher vor, so bald wie möglich ein bezahlbares digitales Mischpult für Live-Anwendungen zu entwickeln.

Sie hatten also keine Bedenken, einen Schritt in diese Richtung zu machen?

Hasegawa: Durch den überwältigenden Beifall, den das PM1D erhalten hatte, waren wir sicher, dass sich die Digitalisierungswelle noch weiter ausbreiten würde. Was uns ein bisschen Sorgen bereitete, war die Frage des Timings. Wir hatten schon Fälle, bei denen sich Produkte schlecht verkauften, weil sie ihrer Zeit einfach zu weit voraus waren. Aus diesem Grund haben wir genau untersucht, in welchem Preisbereich digitale Mischpulte wohl am meisten Anklang finden würden. Wir dachten zunächst daran, ein Mischpult für Live-Anwendungen auf 02R-Ebene zu entwickeln. Diese Idee haben wir dann aber wieder verworfen, da wir mit dem DM2000 und dem 02R96 bereits Mischpulte anbieten, die digitalen Anforderungen gerecht werden. Letztendlich kamen wir zu dem Schluss, dass wir unbedingt einen Ersatz für das PM3500 benötigten.
Während dieser Zeit liefen auch gerade die Arbeiten am PM5000, und wir hätten leicht einen kleinen Bruder dieses Mischpults entstehen lassen können. Mit dem PM5000 wollten wir allerdings ein Zeichen in Sachen Soundqualität und Bedienungsfreundlichkeit in der analogen Domäne setzen – die Entwicklung einer abgespeckten Version kam daher für uns nicht in Frage. Im digitalen Bereich war zudem auch weniger Konkurrenz am Start, wir mussten für diese Entscheidung also wirklich nicht lange überlegen. Das war vor drei Jahren, und damals haben wir das Projekt intern „Vegas 3000“ getauft.

Interessant. Warum der Name „Vegas 3000“?

Hasegawa: Wir haben diesen Namen gewählt, weil der eigentliche Projektstart gewissermaßen in Las Vegas stattfand. Genauer gesagt, im Las Vegas Hilton Hotel während der NAB 2001. Dort haben wir uns mit unseren amerikanischen Kollegen getroffen, um eine Auswertung der ersten Produktidee vorzunehmen. Die „3000“ sollte deutlich machen, dass das Produkt als Ersatz für das PM3500 gedacht ist.

Bedeutet das, dass Sie sich nur noch auf digitale Mischpulte konzentrieren?

Hasegawa: Auf gar keinen Fall. Zum einen werden analoge Mischpulte noch für lange Zeit zum Einsatz kommen, und zum anderen können wir die analoge Technik selbst bei der Entwicklung digitaler Mischpulte nicht aus den Augen lassen, denn beim Mikrofon-Vorverstärker, der entscheidenden Komponente für die Soundqualität, kommt ein analoger Schaltkreis zum Einsatz. Wir werden also ganz sicher auch weiterhin die Forschung und Entwicklung in der analogen Technik vorantreiben. Vielleicht kommt sogar der Zeitpunkt, ab dem eine Unterscheidung zwischen digital und analog gar nicht mehr möglich ist.

Was meinen Sie damit? Können Sie das ein bisschen genauer erläutern?

Hasegawa: Für den Benutzer zählen hauptsächlich Zuverlässigkeit, Soundqualität und Bedienungsfreundlichkeit. Ob diese nun mit einem analogen oder einem digitalen Mischpult erreicht werden, spielt letztlich keine Rolle. Leute, die heute digitale Mischpulte verwenden, denken möglicherweise eines Tages um und möchten zurück zur analogen Technik, vorausgesetzt, diese entwickelt sich weiter und kann den wachsenden Anforderungen gerecht werden. Für uns ist es dabei wichtig, mögliche Trends zu erkennen.

Kommen wir zurück zum PM5D. Wie kommt es, dass Sie zwei Modelle entwickelt haben, das PM5D und das 5DRH?

Okabayashi: Das PM5D stellt eine relativ kostengünstige Lösung für Benutzer dar, die häufig mit nur einem Gain für den Kopfhörerverstärker arbeiten. Diese Variante eignet sich besonders für fest installierte Systeme oder für Tourneen einzelner Künstler. Die Gain-Einstellungen werden bei diesem Modell immer angezeigt, so dass sich auch Leute, die eigentlich analoge Mischpulte gewohnt sind, damit sicher fühlen. Beim PM5DRH kann dagegen der Gain für den Kopfhörerverstärker abgerufen werden. Diese Funktion ist besonders wertvoll für Shows, bei denen mehrere Künstler nacheinander auftreten, z. B. bei Musikfestivals, oder aber auch für die Verwendung in Kirchen oder Theatern, wenn mehrere Programme wiederholt aufgeführt werden.

Hierzu ist noch zu sagen, dass die Entscheidung für eine separate RH-Version erst sehr spät in der Entwicklungsphase fiel. Unter wirtschaftlichen Aspekten ist es für gewöhnlich weit besser, sich nur auf die Entwicklung eines einzigen Modells zu konzentrieren. In diesem Fall war aber die Nachfrage nach einer RH-Version von Seiten vieler PA-Techniker und Händler, die an der Prototypenauswertung beteiligt waren, dermaßen stark, dass wir unsere Meinung kurzfristig änderten. Nach eingehenden Diskussionen beschlossen wir, neben dem originalen „Vegas 3000“ auch eine separate RH-Version zu entwickeln. Eigentlich versuchen wir, solche umfassenden Last-Minute-Änderungen zu vermeiden. Jedoch entwickeln wir nicht alle Tage digitale Mischpulte dieses Formats, und nachdem das PM5D den Platz als Wegweiser für die kommenden Jahre einnehmen sollte, wollten wir auf keinen Fall eine falsche Entscheidung treffen.

Welches der beiden Modelle ist denn bei den Benutzern beliebter?

Hasegawa: Das ist von Land zu Land unterschiedlich, momentan halten sie sich mehr oder weniger die Waage. Es ist jedenfalls noch zu früh, um darüber endgültig etwas aussagen zu können.

War denn nun Ihre Entscheidung für zwei Modelle die richtige Entscheidung?

Hasegawa: Fest steht, dass es zwei verschiedene Arten von Benutzern gibt. Wir können noch nicht ganz sicher sagen, ob die Entscheidung richtig war – ich selbst bin jedoch davon überzeugt.

Worin bestand bei diesem Projekt die größte Herausforderung? Was ist das Besondere am PM5D?

Okabayashi: Zunächst einmal war es nicht einfach, das Gerät kleiner und leichter als vergleichbare analoge Mischpulte zu gestalten. Damit soll nicht gesagt sein, dass kleiner und leichter immer zugleich auch besser ist. Wir wollten bei diesem Projekt verschiedene Dinge unter einen Hut bringen – genügend Arbeitsfläche für Regler und Schalter und ein robustes und resistentes Design für das Live-PA. Außerdem sollte das Gerät maximal 100 kg wiegen, um leicht von zwei Personen transportiert werden zu können.
Auch der Entwicklung der Bedienoberfläche haben wir größte Aufmerksamkeit gewidmet, um die Arbeit für den Mischpultbediener so einfach wie möglich zu gestalten. Dies ist uns auch gelungen, denn die Tontechniker, die wir zum Testen eines PM5D-Prototyps eingeladen haben, hatten keinerlei Probleme, das Mischpult nach einer kurzen Schulung eigenständig zu bedienen – und das, obwohl sie das Gerät an diesem Tag zum ersten Mal gesehen hatten. Dabei ist noch hervorzuheben, dass die Techniker mit dem Gerät umgehen konnten, ohne dafür auf den LCD-Bildschirm schauen zu müssen. Es sah fast so aus, als würden sie an einem analogen Mischpult arbeiten. In diesem Punkt unterscheidet sich das PM5D ganz entscheidend von anderen digitalen Mischpulten, bei denen es ohne ständige Kontrolle des LCD-Bildschirms schwierig ist, den Überblick zu behalten.
Was dieses Mischpult jedoch so absolut besonders macht, ist die einzigartige Soundqualität. Und hierin liegt der entscheidende Vorteil, denn für die meisten Tontechniker ist die Soundqualität wichtiger als die Bedienoberfläche. Stellen Sie einen Profi vor die Wahl zwischen einem Mischpult mit toller Soundqualität und einer mittelmäßigen Bedienoberfläche und einem Mischpult mit durchschnittlicher Soundqualität und einer tollen Bedienoberfläche – er wird sich ohne zu zögern für Ersteres entscheiden.

OK, sprechen wir über die Soundqualität. Was gibt es zum Mikrofon-Vorverstärker zu sagen?

Hasegawa: Wir haben für die PM5D- und 5DRH-Mischpulte nicht nur die Technik optimiert, die wir für unsere neuesten Mischpultmodelle entwickelt haben, sondern haben auch weitere Feinabstimmungen vorgenommen. Wir sind wirklich stolz auf unsere Arbeit, und jeder Techniker sollte sich den Sound einmal anhören.

Nun zum AD-Umwandler. Das PM5D verwendet 24 bit/96 kHz, und das PM1D läuft mit 28 bit/48 kHz. Welche Variante eignet sich besser für Live-Anwendungen?

Okabayashi: Das ist eine gute Frage. Mit 28 bit kann z. B. der dynamische Bereich empfindlicher Akustikinstrumente besser reproduziert werden als mit 24 bit, während 96 kHz gegenüber 48 kHz für eine höhere Latenzzeit sorgen. Das sind jedoch alles nur Theorien. Natürlich kann man über diese technischen Angaben auf bestimmte Eigenschaften der Geräte schließen, doch egal ob analog oder digital – die tatsächliche Soundqualität hängt in erster Linie von der Qualität der verwendeten Komponenten und dem Know-how ab, das in die Entwicklung einfließt. Durch den bloßen Vergleich von Zahlen kann eine solche Frage also einfach nicht beantwortet werden.
Sowohl für das PM1D wie für das 5D war „PM-Sound“ unserer oberstes Ziel: Der Sound sollte warm, satt und dabei immer noch transparent klingen. Wir haben alles getan, was wir konnten. Jetzt ist der Benutzer gefragt, unsere Arbeit zu beurteilen.

Bei der Entwicklung der PM1D- und DM2000-Mischpulte haben Sie sicher eine Menge Erfahrungen gewonnen. Worin zeigt sich die PM5D-Reihe gegenüber diesen Mischpulten verbessert?

Okabayashi: Die Funktionalität der PM5D-Reihe beruht auf der Hardware und Software der aktuellen PM1D-Version sowie dem Feedback, das wir von unseren Kunden erhalten haben. Die Geräte verfügen über verschiedene, völlig neue Funktionen, wie die „Event List“, die eine schnelle und einfache Speicherverwaltung ermöglicht. Bei Programmänderungen musste bisher die Reihenfolge der Szenen neu angeordnet werden. Diese Funktion enthält nun eine „Cue List“, in der die einzelnen Szenen separat gespeichert werden. Die Szenen können daher individuell über einen externen Zeitcode, manuell oder in einem bestimmten Zeitabstand nach der vorherigen Szene abgerufen werden, ohne die Szenen neu anordnen zu müssen. Wenn nun also Shows oder Vorstellungsabläufe geändert werden, kann darauf flexibel reagiert werden.
Wir haben auch das Layout einiger Bildschirme verbessert, so dass alle wichtigen Informationen gleichzeitig kontrolliert werden können. Auch die Effekte kommen nicht zur kurz. Der REV-X, ein hochqualitativer Hallregler der neuesten Generation, der bei DM2000, DM1000 und 02R96 optional erhältlich war, gehört zur Standardausrüstung. Dieser Hallregler findet immer mehr Anwendung bei Live-PA-Technikern auf der ganzen Welt.

Auch die Systemintegration in DME und andere Produkte spielte bei der Entwicklung der PM5D-Reihe eine große Rolle.

Hasegawa: Das stimmt, einige der Benutzer, die mit fest installierten Soundsystemen arbeiten, waren nicht glücklich damit, dass das PM1D keine DME32-Parameter steuern kann und somit eine elegante Systemintegration dieser beiden Produkte nicht möglich ist. Dieses Problem haben wir beim PM5D gelöst. Bei der Entwicklung des PM1D hielten wir es für nicht unbedingt erforderlich, Lautsprecherprozessoren und ähnliche Elemente direkt über das Mischpult steuern zu können, denn wenn das PM1D bei Konzerten eingesetzt wird, wird das Ausgabesystem normalerweise separat bedient. Bei fest installierten Soundsystemen ist das allerdings nicht unbedingt der Fall. Das PM5D ist jedoch wesentlich kleiner als das PM1D und wird in jedem Fall standardmäßig im Ein-Mann-Betrieb eingesetzt. Deswegen haben wir sichergestellt, dass hier so viele Systemparameter wie möglich über das Mischpult gesteuert werden können.

Okabayashi: Über das PM5D können Parameter von DME-Komponenten, wie Lautsprecherprozessoren, Equalizer und Matrixmischer gesteuert werden. Das Gerät verfügt hier über eine äußerst leistungsstarke Funktion. Ebenfalls interessant ist das Stagebox-System, das aus dem PM5D und AD8HR-Mikrofon-Vorverstärkern besteht. Der entscheidende Punkt ist dabei, dass alle diese Systeme wie ein einziges Produkt bedient werden können. Natürlich können auch weitere PM5Ds oder digitale Yamaha-Mischpulte, wie das DM2000, in ein PM5D-Mischpult integriert werden.

Gibt es denn etwas, das verbessert werden könnte?

Okabayashi: Ich denke, wir haben das Know-how und die Philosophie, die wir in den vorausgegangenen Projekten bei der Entwicklung analoger und digitaler Mischpulte gewonnen haben, optimal umgesetzt. Es besteht natürlich immer Raum für Verbesserungen, und deswegen werden wir uns auch weiterhin an den Anforderungen der Branche ausrichten.

Stellen Sie sich gelegentlich auch selbst ans Mischpult? Und wenn ja, ist das für Ihre Arbeit von Vorteil?

Okabayashi: Nicht alle unserer Mitarbeiter sind im PA-Bereich tätig, unsere Mechaniker sind jedoch häufig beim Aufbau von Konzertanlagen dabei und beobachten, wie mit den Mischpulten unter realen Bedingungen umgegangen wird – wie sie z. B. angeliefert und aufgebaut werden usw. Unsere Hardware- und Softwaretechniker treffen sich zudem häufig mit den Profis der Branche, um zu erfahren, wie diese die Mischpulte tatsächlich verwenden. Bei diesen Gelegenheiten werden manchmal Verbesserungsmöglichkeiten deutlich, die bisher noch nicht an uns herangetragen wurden. Ich persönlich bediene von Zeit zu Zeit PA-Anlagen bei Live-Auftritten. Zum einen, weil es mir Spaß macht, und zum anderen, weil ich denke, so die Anforderungen und Wünsche der Profis besser verstehen und nachvollziehen zu können.

Es ist also wichtig, die eigenen Produkte auch selbst zu verwenden?

Okabayashi: Natürlich, aber ich verwende auch häufig Produkte anderer Hersteller. Das finde ich sehr interessant, denn manchmal kann ich genau erkennen, worauf die Techniker unserer Mitbewerber bei ihren Produkten Wert gelegt haben. Auf gewisse Weise stehen wir so über unsere Produkte in Verbindung.

Hört sich interessant an.

Okabayashi: Ja, das ist es wirklich.

Was möchten Sie persönlich mit Ihren Produkten erreichen?

Okabayashi: Die Vorteile der digitalen Technik, wie leichte und kompakte Bauweise und das einfache Abrufen von Daten werden heutzutage vorausgesetzt. Der Digitalisierungsprozess wird daher immer schneller vonstatten gehen. Als führender Anbieter digitaler Mischpulte ist es unsere Aufgabe, diese Vorteile weiter auszubauen und zudem mit neuen Ideen aufzuwarten. Im Rahmen meiner Aufgabe möchte ich hierbei auch den künstlerischen Aspekt des Live-PA unterstützen. Das ist mein persönliches Ziel.

Das ist eine große Aufgabe. Ein letztes Wort zum PM5D?

Hasegawa: Das PM5D verbindet die einfache Bedienung analoger Mischpulte mit der großen Palette an Funktionen, die nur mit digitaler Technik möglich sind. Leute, die noch nie mit digitalen Mischpulten gearbeitet haben, sollten sich wirklich auf dieses Erlebnis einlassen.

Vielen Dank für das Gespräch.